DER SATURN

Darstellung dieses Planeten samt Ring und Monden und seiner Lebewesen

- Kapitel 18 -


   
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Die Farbe des oberen Teiles der Flügel sieht aus als wäre die Fläche von poliertem, hochrosenfarbenem Gold. Auf dieser Goldfläche hängen oder stecken vielmehr eine große Menge der allerschönsten Federn, alle möglichen Farben in sich enthaltend. Diese Farben spielen in poliert-metallischem Glanz und verändern sich bei der geringsten Wendung so, daß man auf einem Punkt bei den verschiedenen Wendungen alle erdenklichen Farben zu Gesicht bekommen kann. Diese Federn sind in solcher Ordnung auf der Oberfläche des Flügels angebracht, daß dadurch die schönsten Zeichnungen und Formen herauskommen. Die Zeichnungen und Formen sind aber nicht so beständig wie auf den Flügeln eurer Schmetterlinge; sondern die Anordnung ist so, daß bei den verschiedenen Wendungen, durch welche die Farben verändert werden, auch allzeit ganz andere, wunderbare Formen zum Vorschein kommen. Die Ränder der Flügel sind ungefähr mit solchen Federn geziert, wie sie bei euch die Pfauen an ihrem Schweif haben; nur sind sie größer und viel lebhafter glänzend in ihrer Farbenpracht. - Die untere Fläche der Flügel ist ähnlich einer polierten Goldfläche, so sie mit einer feinen, grünen Farbe überzogen werden möchte. - Die Füße dieses Tieres sind ebenfalls mit den herrlichsten Federn bekleidet; wie auch der ganze übrige Leib. Die Fühlhörner sind aber doch das Allerprächtigste bei diesem Tiere. Ihr Hauptstamm ist äußerst leicht und vollkommen aussehend wie durchsichtiges Gold. Er spielt, wenn ihr euch solches vorstellen könnet, ebenfalls bei jeder Wendung in den verschiedensten Farben, ungefähr so, als wäre er eine geschliffene Diamantstange, an welcher zu beiden Seiten ebensolche Federn angebracht wären, mit denen die Ränder der Flügel geziert sind. Der Saugrüssel ist von blendend weißer Farbe und sparsam unterwunden mit Bändern, die einen Regenbogen an Farbenpracht übertreffen.
 
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