VON DER HÖLLE BIS ZUM HIMMEL
DIE JENSEITIGE FÜHRUNG DES ROBERT BLUM
BAND 1

- Kapitel 71 -


   
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Darauf der General: ,Ja, ja, meine holde Tochter, jetzt, da Sie zum ersten Mal erfahren haben, daß dieser ,Schweinehalter`, wie Sie ihn zu titulieren pflegten, mein Sohn ist, fühlen Sie wieder Liebe zu ihm! Aber auf diese Art wird es sich wohl schwerlich mehr tun. Gehen Sie daher in Ihr Gemach zurück, denn ich habe meinem Sohn wichtige Dinge zu eröffnen.` Emma bittet nun noch inständiger um Vergebung und gelobt bei allem, was ihr heilig ist, mit mir durch ihr ganzes Leben lieber eine Schweinehirtin zu sein, als mich nur eine Minute mehr zu verlassen! - ,Gut`, sprach darauf der General, ,das werden wir sehen! Ich werde mir die Freiheit nehmen, Ihnen sogleich auf den adeligen Zahn zu fühlen und werde sehen, wie Sie die Probe bestehen!` - Spricht Emma: ,Tun Sie mit mir, was Sie wollen; nur als eine Leiche werde ich mich von meinem Gemahl trennen lassen!` - Spricht der General: ,Nun das wird sich sogleich zeigen, liebste Baronin! Warten Sie auf keine neue Probe von mir; denn ich habe mit Ihnen die Probe schon gestellt und Sie haben diese zur Hälfte schlecht bestanden. Sie lieben meinen Sohn, weil Sie nach meinem Geständnis ihn nun ungezweifelt dafür halten. Aber dem ist nicht so! Ich sagte das nur, um Sie zu prüfen und Sie dadurch von der Schmählichkeit ihres Aristokratenhochmuts schlagend zu überzeugen. Als ihre Leichtgläubigkeit in Ihrem Gemahl nicht mehr den stinkenden Schweinehalter, sondern einen Fürsten gewahrte, da fingen Sie an, zu Kreuz zu kriechen! Aber was werden Sie nun tun, so ich das nur zu Ihrer Probe Gesagte fest widerrufe und sage: Ihr mir über alles schätzbarer Herr ist doch nur der Sohn eines Bauern?`
 
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