VON DER HÖLLE BIS ZUM HIMMEL
DIE JENSEITIGE FÜHRUNG DES ROBERT BLUM
BAND 1

- Kapitel 104 -


   
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Spricht Dismas: ,,Freunde, habe ich euch von dem, was ich in Kürze an mir erfahren habe, keine lebendige Überzeugung verschaffen können, so müßt ihr mir doch eines zugeben: daß ich es mit euch allen sicher wohlgemeint habe. Desgleichen kann mir von euch wohl nie jemand nachweisen, daß ich mich unartig, roh und grob gegen ihn benommen habe. Daher glaube ich von euch erwarten zu dürfen, mit mir doch ein wenig artiger zu reden. Ich ziehe euch ja nicht bei den Haaren hin zum Herrn. Wollt ihr hingehen, so gehet hin; wollt ihr es durchaus nicht, wird euch auch kein Zwang angetan werden. Aber roh und flegelhaft grob solltet ihr darum nicht sein. Daß ihr nun einen starken Hunger und Durst in euch verspürt, daran bin nicht ich schuld, sondern ihr selbst. Ihr habt zu eurer Belebung den Hunger gewünscht; und nicht ich, sondern der Herr hat ihn euch zukommen lassen durch mein Wort. Ich aber habe euch sogleich gezeigt, wo und wie ihr Hunger und Durst stillen könnt! Warum tut ihr es nicht, so ihr es wißt? Ihr heißt mich einen dummen Teufel, weil ich dem Blum folgte und sagt, daß mir diese Hinreise nichts genützt habe. Ich aber sage euch, daß mir diese Hinreise überaus viel genützt hat. Ist auch mein Magen noch leer, so ist aber dennoch mein Herz gesättigt mit der Liebe zu Gott dem Herrn. Es ist viel besser, sein Herz als hundert Magen satt zu machen. Neben einem hungrigen Herzen kann kein Magen befriedigt werden, außer mit einer Kost zum Tod des Herzens. - Tuet nun, was ihr wollt! Ich aber werde euch für die Folge keinen Narren mehr machen. Wollt ihr Viehvolk bleiben, so bleibet es! Wollt ihr aber hin zum Herrn gehen, so steht euch der Lebensweg offen!"
 
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