HIMMELSGABEN - BAND 3

Worte aus der Höhe der Höhen, neben den großen Werken der Neuoffenbarung

- 22 -


 

3. April 1841, von 6 bis 10 Uhr abends.

 
   
   
   
1  
2  
3  
4  
5  
6  
7  
8  
9
Und so ward alsobald wieder eine neue Frage aufgetischt, nämlich: wie denn das zu verstehen sei, daß die Erde - die da bestehe aus Lehm, Steinen, Bergen, Wasser, Sand und anderen allerlei gearteten Dingen - nie zu sein angefangen habe, während doch viele Dinge auf ihr entstehen und wieder vergehen. ,,Ja selbst wenn ich schon öfter ein kleines Lackchen Wasser beobachtete, wie dasselbe von den Sonnenstrahlen zunichte gemacht wurde und mir dabei dachte, wenn die Sonne noch heißere Strahlen zur Erde senken würde, könnte sie wohl auch einen See vernichten, - so möchte ich doch einmal wissen, wie das zu nehmen sein soll: daß fürs erste etwas dasein kann, was nie zu sein hat angefangen, und wenn es aber da ist, doch vergehen kann trotzdem, daß es schon früher von Ewigkeit dagewesen sein solle?" - Hier war der Vater wie in einen siebenfachen Sack eingenäht und konnte nichts anderes darauf sagen als: ,,Meine lieben Kinder! Solches kann der Mensch nicht wissen!" Und sogleich fragte wieder eine: ,,Wenn aber nach deiner Lehre der weise Mensch solches nicht wissen kann, wer soll's denn hernach wissen, wenn der Mensch schon das höchste Wesen ist?" Und eine andere fügte noch eine andere Frage hinzu, welche also lautete: ,,Wenn nach deiner Lehre alle Bäume, Gesträuche, Pflanzen, Tiere und Menschen sich selbst fortpflanzen, da habe ich mir manchmal auch schon den Kopf zerbrochen, ob es denn nie Erstlinge gegeben hat? - Denn mir kommt es immer vor: Wo nie ein Erstes war, da kann ja doch unmöglich je ein Zweites entstehen - nicht wahr, lieber Vater? Denn also lehret uns ja deine Rechenkunst!"
 
10  
11  
12  
13  
14