FORUM & GÄSTEBUCH

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Matthäus 10,23
von Frieda Beitrag bearbeiten  Mi, 6. Jul 2011 um 5:32 MESZ
Bei der Aussendung der Zwölf fordert JESUS die Seinen auf, sich furchtlos zu IHM zu bekennen. Unter anderem spricht ER:
"Amen, Ich sage euch: Ihr werdet nicht zu Ende kommen mit den Städten Israels, bis der Menschensohn kommt."

Was verstehen andere Bibelleser unter dem Begriff "die Städte Israels"? Wer oder welche Menschen(gruppe) ist wohl heute damit gemeint, wenn man bedenkt, dass JESUS in den NO erwähnt, dass ER als "das Volk Israel" die IHM bereits zugewandten Menschen bezeichnet und nicht etwa die als Israeliten Geborenen? Wie bewegt also diese Bibelstelle andere Leser?


Re: Matthäus 10,23
von Gast  So, 17. Jul 2011 um 18:13 MESZ
Die NO ist ein schmarren. Macht Ihr auch Jünger so wie Jesus? Geht Ihr predigen? Folgt Ihr Jesus nach? Offenbarung 24:
(Jes 55,1; Joh 7,37)
18 Wer auch immer die prophetischen Worte dieses Buches hört, den warne ich nachdrücklich: Wer diesen Worten etwas hinzufügt, dem wird Gott all das Unheil zufügen, das in diesem Buch beschrieben wurde. (5Mo 4,2)
19 Und wer etwas von diesen prophetischen Worten wegnimmt, dem wird Gott auch seinen Anteil an den Bäumen des Lebens und an der heiligen Stadt wegnehmen, die in diesem Buch beschrieben sind.
glg


Re: Matthäus 10,23
von Frieda Beitrag bearbeiten  So, 17. Jul 2011 um 19:05 MESZ
Ich frage mich gerade: Was versteht wohl der Gast konkret unter NO?


Sind die NO einen Schmarren?
von Frieda Beitrag bearbeiten  Mo, 18. Jul 2011 um 6:15 MESZ
Moses 4,2 lautet: "Ihr sollt dem Wortlaut dessen, worauf Ich euch verpflichte, nichts hinzufügen und nichts davon wegnehmen;"

Dies steht geschrieben im 4. Buch Mose's. Kein Mensch zweifelt daran, dass gewarnt wird, den Wortlaut und Inhalt dieses Buches zu verändern. Aber welcher Mensch würde darum die neuen Offenbarungen für die damalige Zeit, wie die Bücher Samuel, Könige, oder gar die Neuoffenbarungen der Propheten Jesaja, Jeremia, Ezechiel, Daniel, die Weisheiten des Salomo, und die späteren Hinzufügungen der zwölf Propheten von Hosea bis Micha als Schmarren bezeichnen? Auch diese Bücher wurden erst im Nachhinein zu den Büchern Mose's verfasst, obwohl Moses ausdrücklich schrieb, dass nichts hinzugefügt und nichts weggenommen werden darf.
Im Grunde sind auch die 4 Evangelien, die vom Leben JESU zeugen, Hinzufügungen zu den Schriften Mose's, und den Juden wurde gerade dies zum Verhängnis, dass sie die Lehre Jesu als Hinzfügungen und Verfälschungen der Schriften Mose's betrachteten. Deshalb haben sie JESUS abgelehnt.

Nach den 4 Evangelien sind auch die Apostelbriefe wiederum NO, also Ergänzungen und Hinzufügungen zu den Evangelien. Und doch betrachten wir Gläubigen sie als willkommene und hilfreiche Ergänzung und Auslegung der Lehre JESU. Wiederum gab es bereits damals Zweifler, die sich gegen Paulus auflehnten, eben auch in der Überzeugung, dass es keine Hinzufügungen (etwa in Bezug auf die Bekehrung der Heiden) oder Wegnahmen (etwa die Beschneidung) geben solle.

Wenn am Schluss der Offenbarung des Johannes also geschrieben steht: "Ich bezeuge jedem, der die prophetischen Worte dieses Buches hört: Wer etwas hinzufügt, dem wird Gott die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht. Und wer etwas wegnimmt von dem prophetischen Worten dieses Buches, dem wird Gott seinen Anteil am Baum des Lebens und an der heiligen Stadt wegnehmen, von denen in diesem Buch geschrieben steht." - dann ist von diesem Buch der Offenbarung die Rede. Dieses Buch der Offenbarung steht hier auf dieser Website unverfälscht in der heute bekannten und üblichen Übersetzung in die deutsche Sprache zur Verfügung, und keiner hat dem Wortlaut etwas hinzugefügt oder weggenommen, so dass ein Mensch über den Inhalt getäuscht werden könnte.

Dass aber über die Bücher, welche als bisher anerkannte Offenbarungen Gottes den Interessierten und Gläubigen zur Verfügung stehen, Ergänzungen und Auslegungen verfasst und verbreitet werden, dagegen kann doch kein vernünftiger Mensch sein, ansonsten jegliche religiöse Diskussion verboten werden müsste.

Zudem sprach JESUS schon vor 2000 Jahren zu Seinen Jüngern: "...Wenn aber jener kommt, Der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird sagen, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird. Er wird Mich verherrlichen; denn er wird von dem, was Mein ist nehmen und es euch verkünden."

Da also JESUS bereits damals ankündigte, dass der Geist der Wahrheit über Seine (treuen) Nachfolger kommen würde, wäre es wahrlich eine "Verschwendung des Geistes" und dumm, wenn diese keine Erklärungen, Ergänzungen und Auslegungen zu den überlieferten Schriften und Lehren JESU hinzufügen dürften. Wichtig ist, dass die ursprünglichen Schriften unverfälscht zur Verfügung stehen. Glücklich, wer damit zu Ranke kommt und daraus einzudringen vermag in den Geist der Liebe und des Lebens. Wer aber da noch eine Mühe verspürt, den tieferen Grund zu verstehen und alles einzusehen, der wäre doch wahrlich "vernagelt" zu nennen, wenn er sich nicht zu Gemüte führen möchte, was andere - (angeblich) fortgeschrittnere Geister - dazu zu sagen haben. Das Herz des Lesers (oder Hörers) wird Zugang finden - oder auch nicht. Es steht dann jedem frei zu beurteilen, ob er eine solche NO für sich als Hilfe und Belehrung nutzen will oder nicht.
Im übrigen steht im 2. Brief an Timotheus unter dem Thema "Seelsorgliche Anweisungen": "Jede von Gott eingegebene Schrift ist auch nützlich zur Belehrung, zur Widerlegung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit...". (Siehe "Die Situation der Menschen in der Endzeit (2 Tim. 3,16, Einheitsübersetzung). In der Elberfelder-Übersetzung heisst es gar: "...Alle Schrift ist von Gott eingegeben und ist auch nützlich...ff".
Die Bibel selber spricht also keineswegs gegen jene Gläubigen, die sich erlauben, andere Schriften hinzuziehen, um ihren Verständnishorizont zu erweitern. Wichtig ist wohl hier wie in jeglichem Tun, dass das Streben hin zu JESUS Christus, zum Geist der Wahrheit und der Erkenntnis aus der Liebe, der Antrieb ist.

Sind also NO einen Schmarren? - Für den einen mögen sie das scheinen, einem anderen dienen sie auf dem Weg zu JESUS Christus, und er würdigt und wertschätzt sie als eines von vielen Geschenken Seiner übergrossen Erbarmung, Liebe und Gnade zu uns Menschen.


Re: Matthäus 10,23
von Stefan Beitrag bearbeiten  Fr, 22. Jul 2011 um 19:08 MESZ
Tja, wenn ich solche Texte lese wie vom Gast, schwingt immer eine starke Angst mit. Die Angst, man könnte gleich in der Hölle landen, schaut man mal etwas weiter als nur in Bibel.

Natürlich heisst es, viele falsche Propheten werden auftauchen und viele in die Irre führen. Aber eben nicht nur falsche Propheten.


Angst?
von Frieda Beitrag bearbeiten  So, 24. Jul 2011 um 8:56 MESZ
(Zuletzt bearbeitet am Sonntag, 24. Juli 2011 um 9:02 MESZ)
"Ihr urteilt, wie Menschen urteilen; Ich urteile über keinen." (JESUS in Johannes 8,15)
"Der Beistand aber, der Heilige Geist, wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was Ich euch gesagt habe." (JESUS in Johannes 14,26)
"Wenn ihr in Meinem Wort (oder in Meiner Lehre) bleibt, seid ihr wirklich Meine Jünger. Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch befreien." (JESUS zu den Gläubigen in Johannes 8,31 + 32).
"Gott hat versprochen: 'Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht.' Darum dürfen wir zuversichtlich sagen: 'Der Herr ist mein Helfer, ich fürchte mich nicht. Was können Menschen mir antun?' (Hebräer 13,5 + 6)

JESUS macht frei von Angst und damit auch frei von Begrenzungen und Einschränkungen. Gehorsam aus Angst ist Gericht. Gehorsam aus LIEBE ist Freiheit. Wo Angst ist, kann die Liebe nicht gedeihen. Darum sollen wir Gläubigen als JESUS-Liebhaber auf Seine Führung und Barmherzigkeit vertrauen und nicht in die Welt hinaustreten und den Menschen drohen, wenn sie in ihrem Durste nach Licht und Erkenntnis ihre engen Grenzen überschreiten wollen. Oder sollen wir über die ohnedies schon von Angst Geknechteten ein noch folgendes, schreckliche(re)s Gericht verkünden, da "...die (vielen gläubigen) Menschen vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die (angeblich noch) über die Erde kommen (sollen)."

"Amen, Ich sage euch: Ihr werdet nicht zu Ende kommen mit den Städten Israels (den Gläubigen), bis der Menschensohn kommt." (JESUS in Matthäus 10,26) - Womit werden wir nicht zu Ende kommen? Meint JESUS da nicht konkret, dass wir mit den Irrtümern und verkehrten Ängsten unter uns Gläubigen nicht zu Ende kommen werden?

Was die Ungläubigen und Andersgläubigen anbelangt, da haben wir (vermeintlichen) Nachfolger JESU Christi uns gewiss wenig darum zu scheren, denn JESUS spricht: "Der Knecht, der den Willen seines Herrn kennt, sich aber nicht darum kümmert und nicht danach handelt, der wird viele Schläge bekommen. Wer aber ohne den Willen des Herrn zu kennen, etwas tut, was Schläge verdient, der wird wenig Schläge bekommen. Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden, und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man um so mehr verlangen." (Lukas 12,47 + 48; Gleichnis vom treuen und vom schlechten Knecht.)

Dass ein treuer Knecht (Gläubiger) das drohende Gericht zu "halbieren" vermag, wenn er eben TREU und VON ANGST BEFREIT ist, das zeigt sehr schön die Geschichte "Strassengel" von unserem "noch Schwachen" Bruder unter dem Thema Angsthäschen, 2. Beitrag. Und dass ein wahrer Jünger JESU seine Mitmenschen befreit und frei lässt, das hat Petra mit ihrem Beitrag an Laila vorgelebt, wo sie Stellung bezieht zur Neuen Bibel.
Petra, ich vermisse dich!