SCHÖPFUNGSGEHEIMNISSE

Kundgaben über Dinge der Natur

- Kapitel 36 -


 

7. August 1872

 
   
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Was erhellt aber aus dieser Kundgebung? Seht, es erhellt daraus, daß die Menschen ihre Lebensdauer, das heißt die Zeit ihres Erdenwandels soviel als möglich benützen sollten, ihren Geist reif für die andere Welt zu machen, damit ihnen diese Zwischenreiche erspart würden. Und darum gebe Ich euch dieses Wort über die Zeit, damit ihr aufmerksam werden sollt, wie groß der Wert der Zeit ist und daß dieses vergeudete Gut für euch ewig verloren ist. Ihr müßt euer Leben bei weitem ernster auffassen als bisher; ihr müsset der Zeit einen bei weitem größeren Wert beilegen, als ihr bisher getan; es sollen nicht in euren Mund kommen die Worte wie ,,Zeitvertreib", denn, nehmet euch in acht, die Zeit vertreibt euch, oder: ,,die Zeit totschlagen", denn die Zeit ist's, welche euch den Tod bringt, nicht ihr der Zeit! Die Zeit, zerfallend in kleine Parzellen, sollte jeder dieser Teile als geistiger Baustein fürs künftige Leben einen Wert haben, wenn auch noch so klein, allein wertlos soll er nicht sein. Die Zeit ist der strengste Rechner eurer Taten, und alles Gute und Schlechte, Überlegte und Unüberlegte, Übereilte - in der Zeit findet es seinen Schätzmeister. Nachdem die Zeit das Geschehene nicht wieder zurückgibt, so müsset ihr alles aufwenden, sowenig als möglich in diese Zeitregister eingeschrieben zu sehen, was ihr zurückhaben möchtet; denn es bleibt eben wegen seiner Unwiederbringlichkeit ein ewiger Vorwurf, ein ewiger Dorn - und Dornen verwunden, stechen. Wäre nicht Meine allerbarmende Liebe, was würde der Mensch wohl tun müssen, um das Andenken an manches Getane zu verwischen, das die Zeit hartnäckig ihm nicht zurückgibt? - Nur Meine Vaterhand kann diese Wunden heilen, die die Dornen des Vergangenen, Gemißbilligten verursacht haben.
 
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