DER SATURN

Darstellung dieses Planeten samt Ring und Monden und seiner Lebewesen

- Kapitel 27 -


   
2  
3  
4  
5  
6  
7  
8  
9  
10  
11  
12  
13  
14  
15  
16  
17  
18  
19  
20  
21  
22  
23  
24
Bei diesen Gelegenheiten geht dann ein solcher Verwandter des Verstorbenen nicht selten auch wieder zu demjenigen Lebensbringer zurück, den er nun als einen Betrüger ansieht. Wie zieht sich aber dann dieser aus der Schlinge? Der führt unseren Rechenschaftsforderer sogleich zu einem gleichgesinnten und gleichunterrichteten Nachbarn und sagt zu dem Rechenschaftsforderer: ,,Siehe, dieser und dieser haben mein Mittel gerecht gebraucht, frage sie, wie alt sie schon sind!" Wenn nun der also Aufgeforderte einen oder den andern um sein Alter fragt, so bekommt er gewöhnlich eine so ,,hochalterliche" Antwort, daß ihm darob das Hören und Sehen vergeht. Gewöhnlich aber sagen solche nach dem Alter Gefragte nie die Zahl der Jahre, sondern sie führen außerordentliche Fakta, die sie alle schon erlebt haben, als Beweis ihres Alters an. So sagt z.B. einer, er wisse noch gar gut, daß dieser oder jener hohe Berg noch gar nicht bestanden habe. Ein anderer zeigt wieder auf den lichten weißen Streifen über dem Himmel und sagt, er habe gesehen, wie dieser Ring von dem Großen Geist über das Firmament gespannt worden sei. Ein Dritter weiß noch die Zeit gar gut, wo noch kein Mond sich am Firmament befand. Und so weiß einer um den andern einen bessern Grund seines Alters als sein Vorgänger anzugeben. Wenn dann unser Rechenschaftsforderer mehrere solche Aussagen vernommen hat, dann gibt er sich gewöhnlich zufrieden und kauft noch obendrauf vom Doktor, der nicht jünger ist als seine Nachbarn, ein solches Mittel und geht damit vergnügt nach Hause.
 
25