VON DER HÖLLE BIS ZUM HIMMEL
DIE JENSEITIGE FÜHRUNG DES ROBERT BLUM
BAND 1

- Kapitel 66 -


   
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Spricht die Heldin, sich zuvor ein wenig räuspernd: ,,No, in Gottes Nam', wann's denn schon san muß, so hören's mi holt guatmüti an! Schaun's, mit vierzehn Jahrln hob i grod am Pfingstmontag mei Jungfernschaft einbüßt, und wann i mi nit irr, so war's a g'wisser Pratenhuber-Toni. Dos woar schon o ganz sakrisch saubrer Bua! Und weil er mir holt goar so zugsetzt hot, do hob i holt gmant: Na, ewi kannst so ka Jungfer bleibn, und amol muaßt doch probiern, wie dös is. - Und so hob i ihn holt feschweg drübr lassn! - Und weil's mir holt goar so guat gschmeckt hat und ihm a, so hamer's nochher holt öfter probiert. Und i wär nit goar so schlecht worden, wann i nur amol hät kinnen schwanger werdn! Aber do hob i schun tan kinnen, wos i nur g'wollt hob, so is denno nix draus wordn! Und schaun's, do hot nochher der Toni mi heiroten solln. Weil er aber gmant hot, daß i unfruchtbar wär, hot mi der Hauptschnipfer nochher sitzen lossen und hot sich ane andre g'numma! Und i war do ganz deschperadig und hob mir denkt: Hietzt is schon olls ans, um a paar Dutzend Liebhaber auf oder ab! Die Höll is dir so g'wiß, wann's ani gibt! Und do hob i holt recht fidel z'leben ang'fangen, was nur's Zeig gholten hat! - Vadern hob i ehenter nie an gsehn, und mei Muader, Gott tröst sie, woar holt selber nix besser wie i! Und schaun's, bei so an Lebenswandel bin i holt öfter ang'steckt worden, und andre nochher a von mir. Und do hot mir nochher wohl so a homipathischer Doktor gholfen; aber dafür hab i nochher müssn zu ihm in Dienst gehn; no, daß er dann mit mir a kan Rosenkranz bet't hot, dos werden's Ihne wohl denken kinnen!
 
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