VON DER HÖLLE BIS ZUM HIMMEL
DIE JENSEITIGE FÜHRUNG DES ROBERT BLUM
BAND 1

- Kapitel 60 -


   
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Denn seht, eine bloß äußere Lehre kann sich vorerst auch nur den äußeren Geistern mitteilen, deren Sinn ein materieller ist. Er macht dann in diesen Geistern wohl eine Revolution und nötigt sie hie und da, solche Lehre anzunehmen. Der innere Geist merkt solches bald. Er tritt hinaus unter die Naturgeister oder die eigentliche Naturseele jedes Menschen, gewahrt da die gute Saat und hat eine große Freude daran. Aber da geschieht dann meist ein Unglück. Während der eigentliche Lebensgeist des Menschen die äußere Saat betrachtet und sich außerhalb seines Gemaches unter seinen Naturgeistern auf eine reiche Ernte freut, raffen sich die bösesten und unlautersten Naturgeister, die noch in der Seele vorhanden waren, zusammen, um in das Gemach des wahren Geistes einzudringen und diesem dann den Rückzug zu verwehren, ja gar oft unmöglich zu machen. So der wahre Geist aber dann seinen Sitz des Lebens verliert, sucht er anfangs sich einen neuen Sitz unter den besten seiner seelischen Naturgeister aufzurichten; er wohnt da unter ihnen wie eine Wohnpartei im Hause eines anderen Besitzers. Aber da er, all seines Eigentums beraubt, am Ende den Mietzins nicht entrichten kann, so nimmt ihm der eigentliche Hausherr alles, was er noch hatte und macht ihn obendrauf zu einem Gefangenen oder gar zum Sklaven seiner Herrschsucht! In diesem Zustand muß sich dann der wahre innere Lebensgeist mit den unlautersten Naturgeistern verbinden und im selben Joch am Schandseile des Lasters ziehen. Und das ist dann auch so viel wie der geistige Tod des Menschen. Denn in solch einem Menschen hat dann Satan seinen Thron aufgerichtet und hat den eigentlichen Herrn des Lebens im Menschen zum Sklaven höllischer Gelüste und Triebe gemacht!
 
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