VON DER HÖLLE BIS ZUM HIMMEL
DIE JENSEITIGE FÜHRUNG DES ROBERT BLUM
BAND 1

- Kapitel 149 -


   
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Spricht der Franziskaner: ,,Weißt du, ich möchte nur noch erfahren, ob etwa der Blum vor seiner Hinrichtung sich samt seinen Glaubensgenossen doch wieder in den Schoß der allein wahren und seligmachenden Kirche zurückbegeben hat. Ist dies der Fall, so kann hier bis auf die noch nirgends ersichtliche heilige Dreifaltigkeit alles in Ordnung sein. Wenn nicht, was ich eben am meisten befürchte, so ist das hier nichts als höllisches Blendwerk! Denn auch die Hölle ist voll hartnäckigsten Eifers, daß die Ihrigen zuvor wohl zubereitet werden, bis sie als volltauglich in die eigentliche Hölle eingelassen werden. Hier ist wahrlich alles beisammen: Christus, Maria und der heilige Joseph, alle heiligen Apostel, alle Urväter, Patriarchen und Propheten und sonst noch eine Masse Heiligkeiten. Wenn jedoch Blum und Konsorten noch die gleichen Ketzer sind, ist dies alles nur höllisches Blendwerk, und ich muß mich dann schnell von hier entfernen. - Denn schau, Freund, wenn der römische Papst nicht der wahre Stellvertreter Gottes auf Erden, und die römische Kirche nicht die allein wahre und seligmachende ist, die allein die Schlüssel zu Himmel und Hölle für alle Menschen in ihren allerheiligsten Händen hat - so ist Christus gar nicht Christus und alle Religionen der Erde sind wertlose Hirngespinste. So stehen die Dinge, und ich bin darum äußerst auf der Hut, mich irgendwo von der Hölle berücken zu lassen. Denn die wahre Kirche ist ein Fels, den die Pforten der Hölle ewig nimmer überwinden werden."
 
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