VON DER HÖLLE BIS ZUM HIMMEL
DIE JENSEITIGE FÜHRUNG DES ROBERT BLUM
BAND 1

- Kapitel 147 -


   
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Spricht Miklosch: ,,Freund, du bist vernagelt! Sonst kann ich dir nichts sagen, weil ich dir nichts anderes laut einer mahnenden Stimme in mir sagen darf. Es kann zwar auf der Welt noch eine Menge solch vernagelter Köpfe geben wie der deinige. Aber sie werden sicher eher zu kurieren sein als du, obschon sie noch in der Welt in ihrem Fleisch wandeln, während du als Geist dich schon lange hier in den Gefilden Gottes befindest. Um dir aber möglicherweise die Augen mehr zu öffnen, will ich dir ein passendes Gleichnis erzählen. Sieh, es war auf der Erde einmal ein großer und mächtiger Herr und Gebieter. Da es ihm darum zu tun war, seine Untertanen persönlich kennenzulernen, verkleidete er sich oft zu einem ganz gewöhnlichen Menschen und besuchte sogar öfters als Bettler die Häuser besonders der Reichen, die mit der Obsorge für die Armen von ihm aus betraut waren. Wohl denen, die er als Unerkannter in der von ihm gegebenen gesetzlichen Ordnung traf! Jedem aber war ein starkes Wehe vorbehalten, den er nicht in dieser Ordnung fand. - Und siehe, der Herr des Himmels und aller Welten scheint ein Ähnliches zu tun. Freilich nicht in der Absicht, um Seine Menschen zu prüfen und daraus erst zu ersehen, wie sie beschaffen sind, sondern um ihnen Gelegenheit zu geben, sich selbst zu prüfen, wozu Er ihnen durch Seine Liebe und Weisheit handgreiflich Gelegenheit gibt. Aber ich möchte beinahe auch hier sagen: Wehe jenen, die durch ihren Eigensinn, durch ihre absichtliche Blindheit und Stumpfheit Ihn bezüglich Seiner Langmut auf eine zu empfindliche Probe stellen! - Hast du dieses Gleichnis verstanden?"
 
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