DIE NATÜRLICHE SONNE

Mitteilungen über unsere Sonne und ihre natürlichen Verhältnisse

- Kapitel 9 -


   
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So geduldet euch nur ein wenig; wir wollen die Unmöglichkeiten sogleich ein wenig durchmustern. Und so höret denn! - Erstens ist der Erdboden des Sonnenkörpers sowohl von einem als dem andern Pol gegen den Äquator hin von sehr ungleicher Dichtigkeit, - so zwar, daß der Erdboden der Sonne um deren Pole nahe so fest ist wie der Boden eurer Erde; nur ist er nicht so spröde und zerbrechlich. Dieser Boden taugt ganz wohl für die vorbenannten Riesen. Wenn dieser Boden anfängt weicher zu werden, dann taugt er nicht mehr, die Last eines solchen Riesen zu tragen. - Möchte einer da eine Reise weitermachen, so würde er bald zu wanken anfangen, und bei noch weiter fortgesetzter Reise bei jedem Tritt in den elastisch weichen Boden bis über die Mitte seines Leibes hineinsinken. - fast als wenn ihr ein sehr großes Polster machen möchtet, welches da vom Boden bis zuoberst bei drei Klafter im Durchmesser hätte. Wie würde es mit eurer Wanderung über ein solches Polster, das da mit Federflaum ausgefüllt wäre, ergehen? Würdet ihr da nicht beim ersten Tritt auf demselben hineinsinken, allwann dann alles fernere Mühen, über dasselbe zu kommen, vergeblich wäre, und wenn es auch nicht länger als höchstens hundert Klafter wäre? - Möchtet ihr aber auf ein solches Polster eine Maus setzen, so wird diese schon recht wohl über das Polster laufen können; noch leichter aber eine Fliege. - Sehet, das ist also für solche Wanderungen schon ein Hindernis, demzufolge jede Menschenklasse auf ihren Kreis bleibend angewiesen ist.
 
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