DIE NATÜRLICHE SONNE

Mitteilungen über unsere Sonne und ihre natürlichen Verhältnisse

- Kapitel 68 -


   
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Damit euch dieses wieder einleuchtender wird, so will Ich euch nur ein kleines Beispiel geben: Betrachtet einmal einen alten Baum! Er würde sich, vorausgesetzt daß er ganz gesund ist, am besten dadurch betrachten lassen, so ihr den Stamm gerade quer durchschneiden und sodann von seinem Kerne aus mit scharfen Augen betrachten möchtet alle die stets unordentlicher werdenden Holzumgebungen des Kernes, - bis ihr auf seine äußerste rauhe Rindenumgebung kommen möchtet. Wenn ihr da den Kern und dessen nächste Umgebung sehen würdet, wie dieser ganz vollkommen ordnungsmäßig gebildet ist, so ist doch sicher vorauszusehen, daß euch dabei eine große Bewunderung über solche große Ordnung ergreifen müßte. Möchtet ihr aber dann die stets weiter vom Kerne entfernten Holzkreise zu betrachten anfangen, so werdet ihr da auf unordentliche Kreise kommen, und ihr werdet euch sicher fragen: Woher diese Unordnung? Das widerspricht ja offenbar dem vollkommen runden Kern. Denn wir entdecken da Aus- und Einbüge, die nicht selten ein, zwei bis drei Zoll ausmachen, und doch ist der Kern rund! Was hat denn da den Holzkreis eingedrückt und da wieder hinausgeschoben? - Und wenn ihr dann endlich erst auf die äußere Rinde kommen würdet, - saget Mir, woher werdet ihr euch da wohl die höchste Unordnung der Rinde selbst und endlich die groben Furchen des Baumes erklären? - Ihr werdet doch notwendig sagen müssen: Je mehr bei Lichte wir dieses betrachten, einen desto größeren Widerspruch finden wir zwischen dem Kerne und der äußern Umhüllung dieses Baumes. - Sehet, solches lehrt euch schon ein einziger Durchschnitt eines Baumes!
 
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