DIE NATÜRLICHE SONNE

Mitteilungen über unsere Sonne und ihre natürlichen Verhältnisse

- Kapitel 54 -


   
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So wächst zum Beispiel ein Fruchtbaum bis zu einer bestimmten Größe und Höhe von etwa hundert Klaftern mit der größten Üppigkeit fort, und das bis zu einem Alter von etwa zwanzig bis dreißig Mironjahren, - wobei nicht zu vergessen ist, daß ein Mironjahr beinahe dreizehn eurer Monate lang und kein Sonnenjahr, sondern nur ein Mondjahr ist. Hat ein solcher Baum seine höchste Vollendung erreicht, alsdann geht mit dem Baume von einem Tage bis zum andern eine plötzliche Umwandlung vor sich. Entweder verschwindet er plötzlich aus dem Dasein, und an seiner Stelle entdeckt der Forscher eine Menge ganz neuer Insekten; oder der Baum wirft seine Äste ab, die sich von ihm also losmachen wie etwa bei euren Bäumen die Blätter im Herbst, und dieser Stamm treibt nun ganz andere Äste und bringt mit der Zeit auch eine ganz andere Frucht zum Vorschein. - Wird der Baum zu Insekten, so leben diese eine Zeitlang, aber nur an der Stelle, da der Baum stand; dann aber sterben sie ab, und aus ihrem leicht verweslichen Moder entwickelt sich in kurzer Zeit eine neue Pflanzengattung, welche aber mit dem vorherigen Baum durchaus keine Verwandtschaft hat. - Ihr müßt auch nicht annehmen, daß da bei einer solchen Verwandlung zu jeder Zeit dieselben Insekten zum Vorschein kommen. Solches hängt dort vielmehr von der verschiedenartigen Stellung der Monde ab; und daher kann ein solcher zugrunde gegangener Baum zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten entweder in verschiedene Arten von Insekten übergehen, aus denen dann auch wieder verschiedene neue Pflanzen entstehen können, - oder der Baum kann nach Abwurf der Äste nach ebensolchen Umständen in verschiedene andere Baumgattungen übergehen.
 
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