DER MOND

- Kapitel 6 -


 

5. Juni 1841

 
   
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Ein kleines Beispiel, von euch selbst abgenommen, soll euch diese Fragen erläuternd beantworten: Jemand von euch hätte irgendeinen Gedanken schon lange in sich herumgetragen; weil ihm dieser Gedanke gefällt, so gesellt er zu diesem Grundgedanken noch einen zweiten, nämlich den, ob sich der Grundgedanke nicht ins Werk setzen ließe. Dieser zweite Gedanke findet alsobald die Möglichkeit; aber zur Realisierung des Zweckes ist noch ein dritter Gedanke nötig, der zwar schon in den zwei ersten Gedanken enthalten ist, und dieser ist und besteht in nichts anderem als in dem einzigen Fragewörtchen ,,Wie?". - Nun seht, diese drei Fragen sind gestellt, und eine beantwortet die andere; aber mit dieser gegenseitigen Beantwortung ist die Sache noch nicht fertig, ja auch nicht einmal angefangen. Daher treten diese drei Hauptgedanken in einem Rate zusammen und befragen sich um das wichtige ,,Warum?". Und nach kurzer Beratung sagt der erste Grundgedanke: ,,Weil es etwas ist, das mir vollkommen ähnlich ist!" Der zweite Gedanke sagt: Weil es eben aus dem Grunde ausführbar ist, weil der erste Gedanke dadurch mit sich selbst in keinem Widerspruche steht, so er sich, wie er ist, seiner selbst wegen manifestieren will!" Und der dritte Gedanke sagt: ,,Weil in dem Grunde, der sich selbst manifestieren will, das Hauptmittel zur Realisierung liegt, und zwar aus dem Grunde, weil der Gedanke in seinem Fundamente sowohl mit sich selbst als auch mit allen seinen Teilen sich nirgends widerspricht!"
 
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