HIMMELSGABEN - BAND 2

Worte aus der Höhe der Höhen, neben den großen Werken der Neuoffenbarung

- 8 -
Bitte eines Familienvaters


 

5. Januar 1842, abends

 
 
O
heiligster Herr und Vater! Du willst von mir, daß ich leite, führe und überwache ein Weib und neun Kinder und habe nur zwei Augen dazu und erkenne meine Ohnmacht und meine Blindheit! - Wie kannst Du, allein Allwissender, Allgegenwärtiger und Allmächtiger etwas wollen, das dem Wesen, von dem Du es willst, als eine bare Unmöglichkeit erscheint?! - Mich selbst erkenne ich noch nicht - wie soll ich so viele der Meinen durchschauen? Ich werde mit mir selbst nicht fertig - wie soll ich die Meinen zum Ziele führen?
 
2
Ich sehe in dieser Lage keinen anderen Ausweg, als daß ich Dich, o liebevollster Herr und Vater, bitte, Du wollest das auf Deine mitleidigsten Schultern nehmen, was zu tragen ich so wenig imstande bin, wie wenn eine Mücke einen Mühlstein fortschleppen sollte!
 
3
Vergib mir, o Herr, meine kühne Rede nach Deiner großen Barmliebe und erquicke meine Seele mit tröstendem Lichte! Amen.