HIMMELSGABEN - BAND 2

Worte aus der Höhe der Höhen, neben den großen Werken der Neuoffenbarung

- 74 -
Des Herrn ,,Daheim"


 

22. Februar 1843, vormittags

 
 
Zu Markus 9. Kapitel, 27. bis 29. Vers.
 
1
Sage zuvor Meiner Tochter, bevor Ich dir den Sinn dieser Texte kundtun werde, daß Mir solche Gedanken von ihr und solche Wünsche ihres Herzens ums unvergleichbare besser gefallen als alle sonstigen, welche mehr Weltliches im Schilde führen. Wenn sie so fortfährt, da könnte sie wohl gar ehestens ein Zärtling Meiner Liebe werden! - Solche Versicherung sei ihr ein sicheres Zeichen Meines Wohlgefallens über ihr Begehren und zugleich ein Zeichen, daß Ich Mich näher zu ihr gemacht habe! - Und nun folge die Bedeutung der Texte!
 
2
Dahin der Finger der Zeigerin fiel, wurden drei Texte berührt, nämlich der 27., 28. und 29. Vers des Markus-Evangeliums. Daher wollen nun auch wir diese drei Texte berühren und in der bewußten Absicht ihren Sinn dartun. Und so höre denn!
 
3
,,Und da Er heimkam, fragten Ihn Seine Jünger: ,,Warum konnten denn wir ihn nicht austreiben?" - Und Er sprach: ,,Diese Art kann mit nichts ausfahren denn durch Beten und Fasten." - Und sie gingen von dannen hinweg und wandelten durch Galiläa. Und Er wollte nicht, daß es jemand wissen sollte."
 
4
,,Da Er heimkam". - Wo ist Er denn daheim? - Allenthalben, so Seine Jünger sind! Denn wozu man Liebe hat und wo man zugleich Liebe findet, da ist man daheim. - Also bin Ich auch bei euch daheim - da Ich euch liebe und ihr Mich liebet! - Und wenn ihr dahin ziehen werdet, wo mehr der reineren Liebe zu Hause ist denn hier und Ich im allgemeinen also auch ,,mehr daheim" bin denn hier - da werdet auch ihr desto mehr daheim sein denn hier!
 
5
,,Und die Jünger fragten Ihn". - Auch ihr werdet Mich da leichter und sorgloser fragen können als hier. Denn wo man ,,mehr daheim" ist, da kann man sich auch ungehinderter besprechen. Und ihr werdet gleich den Jüngern fragen: ,,Warum konnten wir ihn nicht austreiben?" - oder: ,,Warum verstanden wir Dich früheren Orts nicht also wie hier, und warum warst du dort nicht so freimütig und kräftig wie hier?"
 
6
Und Ich sage euch und werde euch sagen: Fürs erste bin Ich hier mehr daheim als früheren Orts. Und fürs zweite hättet ihr für solche Gaben früheren Orts viel beten und fasten müssen, auf daß euch der Feind nicht in die Karte geschaut hätte. Denn wo Ich weniger daheim bin, da ist es der Feind desto mehr! Wo Ich aber mehr daheim bin, da ist es der Feind desto weniger, und es braucht da nicht so viel des Betens und des Fastens oder nicht so viel stetigen Wachens, um die höheren Gaben vor dem Geifer der Schlangenbrut zu verwahren.
 
7
Von da wird es dann auch leicht sein, ,,durch Galiläa zu wandeln", und es wird ,,niemand etwas davon erfahren". Denn wahrlich, es ist nicht Mein Wille, daß jemand unberufenermaßen vor der Zeit etwas davon erfahre! - ,,Galiläa" aber bezeichnet die Freiheit. Und ,,durch Galiläa wandeln" heißt: einen freien Fuß haben.
 
8
Ich meine aber, daß es kaum nötig sein wird, euch die Sache noch deutscher zu sagen; denn ihr könnet es ja gleich Meiner lieben Textzeigerin nun mit den Händen greifen, wo es mit der Sache hinaus will!
 
9
Daher beachtet solches wohl! Denn wie Ich die Hand Meiner Tochter auf den rechten Fleck im Buche hingeführt habe, also werde Ich auch euch, dieser Anzeige zufolge, auf den rechten Fleck führen, wo Ich ,,mehr daheim" bin denn hier. - Verstehet solches wohl! Denn Ich, euer Vater, gebe euch ja solches kund in dieser Stund. Amen.