HIMMELSGABEN - BAND 2

Worte aus der Höhe der Höhen, neben den großen Werken der Neuoffenbarung

- 58 -
Erklärung zum ,,Saturn"


 

10. September 1842, vormittags

 
 
Herr, Du allerliebevollster, heiligster Vater! Lasse nicht unerhört die Bitte eines armen Knechtes! Wie Du mich armen Sünder noch allzeit erhört hast, so ich Dich um etwas gebeten habe, also wirst Du mich ja auch diesmal treulichst erhören!
 
 
Denn Du allein bist getreu in allen Deinen Verheißungen, da Du sie allzeit erfüllest so gewiß, wie da folget der Tag auf die Nacht. So denn baue ich auf Deine Güte, Liebe, Barmherzigkeit und Gnade und bitte Dich darum, daß Du mir kundgeben möchtest, wie da zu nehmen ist der kleine Widerspruch in Hinsicht auf die Bewohnbarkeit der Ebenen im Planeten Saturnus, den Du mir allergnädigst enthüllet hast. - O Herr, Du mein allerliebster Vater Jesus, lasse nicht unerhört diese meine armselige Bitte und nicht unbeantwortet diese Frage! Doch Dein heiliger Wille geschehe allzeit! Amen.
 
1
Was soll es da mit dem ,,Widerspruche"? - Ich Selbst habe dich ja darauf aufmerksam gemacht! Denn du hast beim Diktieren fürs erste bei drei Nebenwörtlein überhört und hast es überhören müssen zufolge der Anschauung und - weil Ich es also gewollt habe.
 
2
Warum aber habe Ich solches gewollt? - Damit euer Geist einen neuen kleinen Stoß bekommen solle und darum emsiger und lebendiger suchen solle in dem, was Ich also lebendigst gebe aus Meiner Liebgnade; und solle Meine Gabe nicht betrachten als eine Alltagskomödie.
 
3
Fürs zweite aber ist da ein kleiner Widerspruch entstanden, weil du bei Meiner Vorsprache zufolge einiger vorgefallener äußerer Störungen einen Umstand nachzutragen vergessen hast, da Ich doch laut genug bei der letzten Bewohnbarkeitsanzeige beigesetzt habe und sagte: ,,Und zwar besonders einiger Kontinentländer, und zwar deren südlichere Teile."
 
4
Aber du fragst, warum Ich dich denn nicht sogleich darauf habe aufmerksam machen wollen? - Siehe, Meine Schule ist eine andere als die der Menschen auf der Welt! - Ich lasse daher solches oft geflissentlich zu und lege, wo es immer nur sein kann, den ,,verworfenen Eckstein" auf alle Meine Wege, damit daran die Welt ihr Gericht finden solle. So aber dann jemand zu Mir kommt und bittet Mich um die Wegräumung des Ecksteines, so will Ich solches ja auch tun. Aber nur hüte sich da ein jeder vor Bemerkungen!
 
5
Wohl dem, der korrigiert nach Meiner Angabe! Denn der wird das Licht überkommen. Wer aber Mir wollte die Zulassung solch kleiner Widersprüche zum Vorwurfe machen, der soll mit dem Unglauben bestraft werden!
 
6
Was immer da geschieht, hat seinen weisen und liebevollsten Grund. Daher soll dir auch an Meinem Urteile mehr als an dem der Welt gelegen sein! - Was Ich gebe, das gebe Ich nicht der Welt zu einem Vorteile, sondern nur zum gerichtlichen Anstoße!
 
7
Daher tue, was Ich dir sage; und bedenke nie, was dereinst die Welt dazu sagen möchte! Denn Meine Gabe soll nicht vom Verstande, sondern vom Herzen in den Geist lebendig aufgenommen sein. Allda wird sich die rechte Ordnung schon vorfinden! - Verstehet solches wohl und beachtet es! Amen.