HIMMELSGABEN - BAND 2

Worte aus der Höhe der Höhen, neben den großen Werken der Neuoffenbarung

- 47 -
Erweckungsbewegung in Schweden


 

28. Juni 1842, nachmittags

 
 
,,O Herr! Ist der Offenbarung der vielen Kinder in Schweden, die einhellig zur Buße ermahnten und aussagten, daß nach drei Jahren das Tier mit sieben Köpfen und zehn Hörnern aufsteigen werde und daß ein Haupt und zwei Hörner schon ersichtlich seien, Glauben beizumessen? - Die arge Welt nennt diese wunderbare Erscheinung die Predigtseuche! - O Herr! Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie lästern!"
 
1
Ich habe es euch ja schon bei so mancher Gelegenheit vorhergesagt, und ganz vorzüglich im Verlaufe der euch wohlbekannten ,,Zwölf Stunden", daß Ich an mehreren Orten der Erde werde Mein Licht und Meine große Erbarmung aus den Himmeln herniedersteigen lassen. - Wenn es nun geschieht und noch immer mehr und mehr geschehen wird, hier und da und bald so und bald so, was Ich euch vorausgesagt habe, kann euch das wundernehmen?
 
2
Was predigen die schwedischen reinen Kinder, wenn sie von Meinem Geiste angeregt werden? - Sie predigen wahre Buße! - Wer kann da meinen, solches sei eine Krankheit des Leibes oder etwa gar ein Werk des Satans?!
 
3
O glaubet es Mir und sehet an das große Volk der Städte und was da ihr Tun ist und ihr loses Treiben - und ihr werdet selbst sagen: ,,Nein, nein! Ein solches Evangelium predigt der Satan nimmer! Sondern dieser predigt ein anderes nur, darnach da vorzugsweise lebet und webet das große Volk der argen Städte!"
 
4
So ihr aber wisset, daß derjenige, der in seinem Herzen Christum wahrhaft bekennet im Glauben und vorzüglich in der Liebe, nicht ist wider Christum, sondern für Ihn und somit auch für Sein ewiges Reich, dann werdet ihr ja dadurch auch desto leichter und sicherer erkennen, von welchem Geiste getrieben und gezogen diese schwedischen Kinder weissagen und predigen! Steht es denn nicht geschrieben: ,,Aus dem Munde der Kleinen habe Ich Mir ein Lob bereitet?"
 
5
Sehet, auch dieses gehört allezeit zu einem großen Vorzeichen, wann da kommen solle gar bald ein richtender großer Tag der Löse über die Erde!
 
6
Was da aber das ,,dem Meere" wieder, und zwar zum letzten Male, ,,entsteigende Tier" betrifft - Ich meine, dazu werdet ihr keine Augengläser brauchen, um das klar zu ersehen, so ihr nur ein wenig das Tun und Treiben der großen Hurenstädte betrachtet, und ganz besonders das Tun und Treiben einer Stadt, die ihr wohl kennet, die Ich euch aber dennoch nicht nennen mag und will!
 
7
Dort steigt das alte ,,Tier" also, wie es schon der Kahin nach seiner Greueltat gesehen hat, vorzugsweise empor, um sein altes Gewerbe zu treiben, und hat bereits schon ,,zweieinhalb Haupt und viereinhalb Horn über der Erde"! - Daher ist es auch nötig, daß sich jeder durch Meine Gnade rüste, damit er nicht verschlungen wird von der Macht und vorgeblichen Gewalt des Tieres. Denn es wird große Zeichen tun, nicht mehr durchs Feuer zwar, aber desto mehr durch die Macht der Zunge!
 
8
Doch sage Ich euch auch bei dieser Gelegenheit: Die schwere Wolke aber steiget nun auch schon mehr denn gleichen Schrittes aus den Himmeln, in welcher der das Tier für ewig tötende Blitz aufbehalten ist!
 
9
Was ist aber das ,,Malzeichen des Tieres" für seine Bekenner? - Auf der Stirne - der Weltverstand! - Auf der Hand aber - die Industrie! - Daran wird das Tier am besten zu erkennen sein!
 
10
Das Zeugnis der Ärzte aber ist ein Schirm für Meine Sache! - Jetzt wißt ihr alles, was euch davon not tut, beachtet es wohl! - Amen.
 
 
Zu diesem Ereignisse berichtete die ,,Grazer Zeitung" vom 20. August 1842, Nr. 132: Stockholm, 2. Aug. 1842. ,,Am Sonntag, den 10. Juli, waren über dreitausend Menschen von nah und fern in Eksrote versammelt, um diese Leute predigen zu hören. Mehrere in der Volksmasse rissen sich die Kleider vom Leibe und die Ringe von den Fingern und Ohren und traten mit den Füßen darauf, indem sie riefen, diese Kostbarkeiten seien Teufelsschmuck. Ein Soldat sammelte in einem Korbe eine Menge Goldringe, die eingegraben wurden. Die Krankheit scheint ihren Gipfelpunkt erreicht zu haben, bemerkt die Staatstidning, und es kann nur wenig mit Ermahnungen und Warnungen, noch weniger aber mit Zwangsmitteln dagegen ausgerichtet werden."
 
 
Der ,,Österreichische Beobachter" vom 7. November 1842 brachte den Bericht eines lutherischen Geistlichen über die Predigtsucht der Kinder in Schweden, worin es heißt: ,,Sie predigen gegen Spiel, Tanz und hoffärtiges Leben; sie berufen sich auf den Propheten Joel, 2. Kap., 28. Vers. Sie sprechen vom Untergange der Welt, ermahnen zur Buße. In ihren Visionen sehen sie die Qual der Verdammten. Auch erblicken sie einen langen Abendmahlstisch, an dem die Seligen sitzen. Sie predigen aus innerem Zwange, und auch da, wo ihnen niemand zuhört, usw."