HIMMELSGABEN - BAND 2

Worte aus der Höhe der Höhen, neben den großen Werken der Neuoffenbarung

- 178 -
Brustkatarrh − ärztlicher Rat


 

2. Februar 1848

 
 
S
age es dem Weibe des Ans. H.-W., daß Ich ihr sagen lasse und also rede:
 
2
Höre du, Meine liebe Tochter Elisabetha! Du mußt nicht ängstlich sein ob deines kleinen Brustleidens! Denn siehe, es ist nicht so viel daran, wie du meinst, da dein Arzt eine bedenklich scheinende Miene dazu gemacht hat!
 
3
Die Ärzte machen zu kleinen leiblichen Übeln darum bedenkliche Mienen, um dann, so das Übel mehr von selbst als durch die Hilfe des Arztes wich, sagen zu können: ,,Da seht! Diese und jene habe ich vom Tode errettet!" Solches aber sagen sie ganz natürlich aus dem Grunde, um sich desto mehr Zutrauen und dadurch auch desto mehr Kunden zu verschaffen.
 
4
Und siehe, da ist ein Arzt wie der andere! Rede mit einem oder mit Tausenden, so wird sich dir ein jeder als ,,Lebensretter" anpreisen, wie er diesem und jenem, den schon alle Ärzte aufgegeben haben, durch ein nur ihm bekanntes Mittel vollständig, und das in der kürzesten Zeit, geholfen habe.
 
5
Manche Ärzte aber machen oft aus einem kleinen Übel auch darum viel Lärmens, um den Patienten zur genauen Befolgung ihrer Vorschriften zu nötigen, wodurch dann der Patient auch zur reichlicheren Honorierung des Arztes bestimmt wird, so ihn dieser von einem Übel befreite, an dem er sonst unfehlbar, d.h. nach des Arztes Worten, zugrunde gegangen wäre.
 
6
Wie aber mit äußerst geringer Ausnahme nun fast alle Ärzte beschaffen sind, also ist es auch der deinige, der zwar durch Erfahrung so manches gegen andere, jüngere Ärzte voraus hat, aber in allen anderen ärztlichen Politiken den Ärzten so gleichsieht, wie ein Auge dem andern.
 
7
Ich sage dir das aber darum, daß du den Ausspruch eines Arztes nicht für eine von Mir unterschriebene Wahrheit halten sollst und sollst Mir mehr glauben als einem Arzte, der dich allezeit lieber länger als kurz dauernd krank haben möchte. - Verstehst du das?
 
8
Dein Brustübelchen aber ist nichts als eine Verkühlung, also ein leichter Brustdrüsenkatarrh, der hauptsächlich durch die unpassenden Medikamente erst zu seiner gegenwärtigen Konsistenz gediehen is t.
 
9
Halte dich aber nun warm und belege deine Brust mit gestoßenem warmem Leinsamen öfters im Tage und lasse solch einfaches Pflaster auch durch die Nacht auf der Brust. Trinke daneben einen guten Blutreinigungstee morgens und abends! Enthalte dich von zu saueren Speisen und Getränken! Hauptsächlich aber sei nicht ängstlich und vertraue fest auf Mich, so wird dein Übelchen sich bald verlieren. - Nimm dann und wann, etwa alle 14 Tage die Wintermonde hindurch, ein leichtes Abführmittel zu dir, so wirst du auch von deinen Halsübeln befreit sein.
 
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Aber auf Mich mußt du stets mehr vertrauen als auf die Arzneimittel, die Ich dir hier angeraten habe - sonst möchten sie dir wenig oder nichts nützen. Denn alle Arzneien bekommen erst durch Mich ihre volle Heilkraft.
 
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Hauptsächlich aber, wie gesagt, darfst du nicht ängstlich sein. Dann werde Ich dir schon helfen und deinen Leib wieder völlig gesund machen, wie Ich ihn schon öfters gesund gemacht habe. Des sei völlig versichert in Meinem Namen! Das sage Ich, der rechte Arzt, dir. Amen. Amen. Amen.