HIMMELSGABEN - BAND 2

Worte aus der Höhe der Höhen, neben den großen Werken der Neuoffenbarung

- 121 -
Druck des Neuen Wortes


 

9. Juni 1844

 
 
O Herr! Siehe, ich habe jetzt schon so viel Gnade von Dir empfangen, daß ich mich ob der großen Menge nicht genug wundern kann. Es ist auch die Bedeutung der gegebenen Gnade so groß und erhaben, daß ich sie nimmer ermessen kann. - Soll denn dieses heilige Licht nur allein mir und meinen wenigen Freunden zu eigen verbleiben? - Oder soll es nicht vielmehr durch den Druck für alle Menschen in die Welt gehen? - Und wenn es in die Öffentlichkeit übergehen soll, da fragt es sich: Wie, wann und wo? - O Herr! Darüber bitte ich Dich inbrünstigst um einen Bescheid!
 
1
Daß und worin das, was Ich dir gebe, groß und wichtig ist, das weiß Ich am besten. - Das ,,wie, wann und wo für die Welt" aber ist eine Frage, für die eine effektive Antwort - so wie die Welt - nicht reif ist! - Ich sage dir aber:
 
2
Die Welt ist jetzt wie ein Mensch, der sich bei einer schlechten Mahlzeit gar sehr den Magen verdorben hat, daß ihm dann auch die allerbeste Speise zum Ekel wird. Wenn du sie ihm vorsetzest, da wird es ihm alsbald bis zum Erbrechen übel, und er wird das beste Gericht fliehen!
 
3
Siehe, gerade also erginge es vor der Welt nun Meinem Worte! Die Welt würde es fliehen und sich vielfach ärgern an ihm und würde es verdammen und verwünschen, weil es nicht für ihre Interessen gegeben ist, sondern nur für die Interessen des Geistes, den aber die Welt schon lange nicht mehr hat!
 
4
Es hat aber diese Meine große, lebendige Gnadengabe wohl die Bestimmung in die Welt überzugehen, aber erst dann, wenn die verdorbene Welt den Hunger nach Meiner Mahlzeit wieder bekommen wird!
 
5
Den Hunger aber bereitet nun die römische Kirche! - Wie aber? - Durch ihre schlechte Mahlzeit und durch die eben durch diese Mahlzeit bewirkte Verschlechterung des seelischen Magens. Dieser wird dann eine Zeitlang jede Kost fliehen und dadurch in den gerechten Hunger gesetzt werden; dann aber mit gar großer Gier nach diesem Meinem wahren Himmelsbrote greifen und sich an ihm sättigen zum ewigen Leben!
 
6
Siehe, also will Ich es haben! Weil die dumme, arge Welt noch nicht genug gewitziget ist durch alle die namenlosen Tormente, die sie von der Hure Babels zu bestehen hatte, und ihr noch immer die Cour macht von allen Seiten, aus lauter schändlichen, weltinteresselichen Rücksichten. - Darum schlage Ich nun solche Welt mit dreifacher Blindheit, auf daß sie ja desto sicherer ins alte, aber nun neu ausgebesserte und gar kunstvoll aufgerichtete Garn geht, auf daß dann Babel mit solcher gefangenen Welt auf eine Art verfahren wird, wovon die Geschichte kein Beispiel aufzuweisen hat!
 
7
Aber das sage Ich auch, daß dieser Rummel Babels nur höchst kurz dauern und man gar bald vielfach entdecken wird, was die Hure so ganz eigentlich im Schilde führt! - Dann aber zehnmal Wehe der großen Hure! - Jedem Hunde an der Kette soll es besser ergehen als der Hure, wenn man ihr die alte, aber wohlbefestigte Maske abnehmen wird! - Eine größere Schande und Schmach hat noch nie jemand auf der Welt erlebt und nie jemand eine härtere Züchtigung!
 
8
Diesmal wird Babel schnell wachsen, denn es hat einen gut gedüngten Boden an den Fürsten der Welt. War der erste Weg mühsam, da Babel erst untersuchen mußte mit seinen Knechten, wie es mit dem Boden steht, so wird es aber nun um so schneller emporkommen, weil es sein Territorium gar wohl kennt und aus alter Erfahrung gar wohl weiß, was es zu tun hat, um ans erwünschte Vollherrscherziel zu gelangen! An der baldigen Erreichung dieses Zieles aber liegt auch der ebenso baldige volle Untergang dieser Herrscherin.
 
9
Und siehe, in eben diesem sicheren Begebnisse liegt eine Hauptvorbereitung zur Offengabe dieses Meines Wortes. Denn sonst müßte es sich auch, so gut wie alles aus Mir, das Verdammungsurteil von Seite dieser Hure gefallen lassen, was aber für diesmal und fürder allemale nicht in Meiner Ordnung liegt.
 
10
Du meinst freilich, die Lutheraner wie auch alle anderen Konfessionen würden dies Mein Wort gewiß vielseitig mit der größten Begierde aufnehmen?! - Das weiß Ich wohl am besten, wie viele es gibt, die es darnach dürstet! - Aber Ich sage ein für allemal: Unter vielen Millionen geben etliche Tausende keinen Ausschlag!
 
11
Für die Besseren ist nun allenthalben gesorgt. Daher bedürfen die wenigen Auserwählten dieses Meines Wortes vor der Zeit weniger als der ungeheuer große und überdumme Welttroß! - Zur rechten Zeit aber wird es schon allen zukommen, die darnach verlangen werden in ihrem Herzen!
 
12
Aber steht es nicht in der Schrift: ,,Viele sind berufen, aber nur wenige auserwählt!"? - Siehe, also ist es auch hier! - Ihr wenigen Auserwählten aber seid über die Maßen froh, daß ihr eben zu den Auserwählten gehöret, und freuet euch dessen hoch, was ihr empfangen habt! Der Welt aber kümmert euch nicht, ob, wie, wann und wo es diese empfangen wird! Denn wahrlich, diese ist solcher Meiner Gnade noch lange nicht wert!
 
13
Ich sage dir: Wer da würdig ist, der soll erlöset werden, wie dereinst Loth zu Sodom und Noah in seiner Zeit! Für die Unwürdigen aber habe Ich keine anderen Gaben als die nur, die ein jeder irdische Tag mit sich bringt! - Zu Abrahams Zeiten habe Ich nur dem Abraham allein die große Verheißung gegeben, obschon die Erde damals schon viele Hunderttausende von Bewohnern zählte. War es damals gut und recht, warum soll es jetzt nicht so sein? Ich aber bin ja noch gleich derselbe, wie in der Zeit Abrahams, und tue also jetzt, wie Ich damals getan habe.
 
14
Ich offenbare Mich allezeit nur wenigen, die da reif sind und denen Mein Wort nicht zum Gerichte wird. - Wenn aber durch Meine Fürsorge mehrere reif werden, dann will Ich auch sie - wie dereinst die Kinder Abrahams aus der ägyptischen Knechtschaft - befreien zur rechten Zeit!
 
15
Frage daher nicht: Wie, wann und wo? - sondern tue, was du vorderhand zu tun hast; für alles andere werde schon Ich sorgen. - Ohne dein Verdienst und ohne deine Sorge habe Ich dir diese Gnade gegeben, denn du warst noch nie ohne Sünde vor Mir! Und also haben es auch deine Brüder empfangen ohne ihre Sorge!
 
16
Also soll es auch bei der Veröffentlichung dieses Wortes gehen! - Zuvor aber muß ein großes Wehe über einen großen Teil der Welt ergehen aus der Hure. Wehe allen jenen Staaten, die nun der Hure auf den Thron helfen, und daß sie ihre Throne feste! Wahrlich, diese werden einen Fall von ihrem Throne tun, größer und weiter, als die beiden Pole des Himmels voneinander abstehen! - Fürchte dich aber nicht darum! Denn Ich werde die Meinen allezeit schützen, und es solle nie ein Haar auf ihren Häuptern gekrümmt werden.
 
17
Und nun meine Ich, die Antwort auf deine Frage dürfte die hinreichende Ausdehnung haben. Daher begnüge dich mit ihr, denn mehr zu sagen ist in dieser Hinsicht wohl nicht vonnöten! - Nur erwähne Ich schließlich noch, daß sich das auch deine Freunde als ein vollgültiges Notabene nehmen sollen. Und auch sie sollen Mich sorgen lassen und Meine Ratungen befolgen, so wird alles den besten Weg gehen in Meinem Namen. Amen.