DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES - BAND 4

Lehren und Taten Jesu während Seiner drei Lehramts-Jahre

Jesus in der Gegend von Cäsarea Philippi

- Kapitel 258 -


   
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Darauf fragte der Diener das Männchen abermals, wie denn in diese Gegend Mokeleier verpflanzt würden, da man in diesem Stromgebiete doch noch nie eine Mokel gesehen habe. Da sagte das Männchen: ,Die Mokel sind ganz gescheit und sehr naturkundig. Sie wissen es aus ihrer Natur und Erfahrung, daß ihre Eier in diesen Hochgebieten des Stromes besser und gesünder gedeihen als in des Stromes Niedergebieten. Daher schleichen sie gleich nach der Regenzeit in den Nächten schwimmend hierher und noch etliche Tagereisen weiter von hier aufwärts bis in das Gebiet der harten Wasser des Stromes und verscharren da eine Unzahl Eier in den warmen Sand. Sind sie mit dieser Arbeit gerade in der Zeit fertig, in welcher ihr großen Menschen euch vor Schlamm den Ufern des Stromes samt uns nicht leichtlich nahen könnet, so begeben sie sich eben wieder zur Nachtzeit schwimmend nach den Unterlanden, wo es reiche Herden gibt, auf die sie zur Nachtzeit eine stets sehr erfolgreiche Jagd machen können. Wenn aber die Jungen hier ausgebrütet werden, so steigen sie auch sogleich dem Wasser zu und schwimmen ganz bequem dorthin, wo ihre Alten sich gewöhnlich aufhalten. Dort finden sie auch gleich Nahrung und gedeihen sehr schnell. Da wir aber wohl wissen, wo sich ihre kräftigsten Eier befinden, so ziehen wir denselben nach, suchen sie nach Möglichkeit zu vernichten und nähren uns von dieser unseren Gaumen sehr wohlschmeckenden Kost. Nur mit dem Auffinden geht es im Anfange etwas schlecht, und dazu belästigen uns oft noch ein paar Feinde; der eine ist ein mächtiger Bewohner der Luft, der Aar, und der zweite ist die verwünschte Klapperschlange. Aber wenn wir unser mehrere beisammen sind, da mögen uns beide nichts anhaben. - Nun aber gebet acht, wie wir die Eier suchen, finden und sogleich auch vernichten werden!`
 
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