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Swedenb.
von Gate E-Mail Beitrag bearbeiten  So, 25. Sep 2011 um 10:46 MESZ
5. Verlust der Beziehung zur geistigen Welt
Die Veräußerlichung, d.h. die Überbewertimg der mit den körperlichen Sinnen wahrnehmbaren äußeren Dinge gegenüber den nur durch Verinnerlichung zu erfahrenden Erscheinungen der inneren, geistig-himmlischen Bereiche ist das Ergebnis dessen, was die Bibel mit dem „Sündenfall" bezeichnet.

Vorher war es so, wie wir es noch heute in schwacher Andeutung bei einigen Naturvölkern beobachten
können, für die die gesamte sie umgebende Natur Ausdruck geistiger Potenzen ist, wohl am schönsten beschrieben von Laurens van der Post in seinen Büchern über die Buschmänner der Kalahari-Wüste.
Bei Swedenborg heißt es:
„ Weil die Menschen der Ältesten Kirche in den einzelnen Erscheinungen der Natur etwas Geistiges und Himmlisches erblickten, so daß die natürlichen Dinge ihnen nur zu Gegenständen des Nachsinnens über die geistigen und himmlischen Dinge dienten, konnten sie mit den Engeln reden und mit ihnen im himmlischen Reiche des Herrn beisammensein, während sie selbst noch seinem Reiche auf Erden, der Kirche, angehörten.

Bei ihnen war so das Natürliche mit dem Geistigen verbunden und entsprach völlig.

Anders wurde es nach jenen Zeiten, als das Böse und Falsche zu herrschen anfing ... Da wurde, weil kein Entsprechendes mehr vorhanden war, der Himmel verschlossen — so weit, daß die Menschen schließlich kaum mehr wissen wollten, daß es etwas Geistiges, ja nicht einmal, daß es einen Himmel und eine Hölle sowie ein Leben nach dem Tode gibt. "


Re: Swedenb.
von Frieda Beitrag bearbeiten  Mo, 26. Sep 2011 um 15:05 MESZ
(Zuletzt bearbeitet am Montag, 26. September 2011 um 15:20 MESZ)
Ein Grüss Gott an Gate

Dein ganzer Beitrag erinnert mich daran, dass wir alle auf dem Boden unseres 1. Gerichts stehen, weshalb es nicht verwundern sollte, dass die Schöpfung von den Engeln Gottes geleitet und belebt wird. So kommt es, dass das Sich-abgeben mit der Schöpfung und das Erkennen der Schöpfung den Menschen mit den Engeln Gottes in Kontakt bringt.

Aus GEJ Band I, Kap. 4,4 + 5:
"Da in der urersten Wesensreihe der Kampf immer heftiger ward, so musste das grosse Grundgesetz verschärft werden und die Wesen in ein zeitweiliges, festes Gericht fassen; darin bestand die Darstellung der materiellen, festen Weltkörper..."
In der zweiten Reihe der Wesen erscheint dann der Mensch ins Fleisch gehüllt, stehend auf dem Boden seines ersten Gerichtes. ..."

In der Genesis steht über Adam, unseren Urahn, geschrieben, der als einziges und erstes Geschöpf (analog zum ersten Lichtwesen) von Gott auf den Boden seines/unseres ersten Gerichtes gestellt war:

"Gott, der Herr, formte aus dem Ackerboden (in den jüdischen Schriften heisst es "Menschenboden") alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels unf führte sie dem Menschen zu, um zu sehen, wie er sie benennen würde. Und wie der Mensch jedes lebendige Wesen benannte, so sollte es heissen. Der Mensch gab Namen allem Vieh, den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes. Aber eine Hilfe, die dem Menschen entsprach, fand er nicht." (Gen. 2,19 + 20)

Die Schöpfung wartet also darauf, dass wir sie als unseren Anteil erkennen, uns wieder mit ihr verbinden und sie zum Leben erwecken, indem wir JESUS in unsere Mitte holen als unser leitendes Haupt und den Urquell des Lebens. Die Menschheit bilden die Glieder "am Leibe Christi". Nur so - mit JESUS in unserer Mitte - werden wir unsere Vergangenheit erlösen und die Schöpfung im rechten Sinn und Geiste "bemeistern" können.

Wenn der Mensch etwas benennen soll, dann setzt das voraus, dass er sich mit dem "Objekt" befasst, sich einfühlt, es wahr nimmt und spürt in seinem Zusammenhang mit der Umgebung und in der Beziehung zu sich selber. Einen wahren Namen geben kann nur, wer sich mit dem zu Benennendem befasst hat, und es zumindest ansatzweise erkannt hat. Erkennen = in sich selber finden, was man schon kennt.
Adam aber fand offensichtlich zwar Namen für seine Umgebung, aber er fand bzw. erkannte sich selber nicht in der Schöpfung, weshalb er sie auch nicht als die Seinige anzunehmen und sie aus dem Gericht Gottes zum Leben zu erwecken vermochte.
"Darum sprach Gott, der Herr: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht."

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Was für eine unglaubliche Geduld Gott doch mit uns Menschen hat! Er kann warten, und er wartet(e) bis zum heutigen Tag, bis wir unseren Teil getan haben und reif sind für seine Verheissungen. Und ER scheut keine Mühe!

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„ Weil die Menschen der Ältesten Kirche in den einzelnen Erscheinungen der Natur etwas Geistiges und Himmlisches erblickten, so daß die natürlichen Dinge ihnen nur zu Gegenständen des Nachsinnens über die geistigen und himmlischen Dinge dienten, konnten sie mit den Engeln reden und mit ihnen im himmlischen Reiche des Herrn beisammensein, während sie selbst noch seinem Reiche auf Erden, der Kirche, angehörten."
Dieser Abschnitt erinnert mich daran, dass das Christentum die alten Naturvölker als Heidentum betrachtete und bestrebt war, ihre Lebensart zu zerstören, weil sie sie als "barbarisch" empfanden. Die Respekt- und Lieblosigkeit gegenüber der Schöpfung die aus "der Bekehrung" erwuchs, hat uns so weit von der Lebensordnung entfernt, welche auch die Schöpfungsordnung ist, dass wir beinahe unsere eigene Lebensgrundlage zerstört hätten. - Inzwischen ist die Menschheit grossenteils einsichtig geworden und hat die Einheit erkannt, die sie mit dem Planeten bildet, welcher sie trägt. Darum wird JESUS uns auch einen Weg / verschiedene Wege eröffnen, die aus den Bedrohungen herausführen, - dessen bin ich gewiss.

"...konnten sie mit den Engeln reden und mit ihnen im himmlischen Reiche des Herrn beisammensein, während sie selbst noch seinem Reiche auf Erden, der Kirche, angehörten." (Swedenborg)

Ich finde es höchst beachtenswert, dass Swedenborg schreibt, dass es nicht nur ein himmlisches Reich des Herrn gibt, sondern dass der Mensch nebst dem himmlichen auch "...Seinem Reiche auf Erden...angehört".

Das Reich Gottes ist also auf Erden und will auf Erden erkannt und gesehen werden. Die Erkenntnis wird uns wohl "im Geiste", also in den Himmeln zuteil, aber was wir erkennen, das ist "Sein Reich auf Erden." - Da fallen mir soooo viele Menschen ein, die ihre ganze Hoffnung auf ein Jenseits richten und glauben, nach dem Tod mit dieser Erde und mit der Schöpfung dann nichts mehr zu tun zu haben...

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JESUS, öffne Du unsere Augen und unser Herz, damit wir erkennen, dass wir da, wo wir hingestellt sind, am rechten Orte uns befinden. Hilf uns, dass wir nichts versäumen, was in unserer Bestimmung und unseren Kräften liegt!

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Danke Gate für diese Anregungen.
Frieda