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Weide Meine Lämmer?
von Frieda E-Mail Beitrag bearbeiten  Do, 28. Apr 2011 um 17:52 MESZ
Liebe Freunde Jesu Christi

Da wir uns - aus meiner Sicht - alle friedlich gefunden haben und uns gegenseitig angenommen und anerkannt haben, während auch die Selbstbetrachtung nicht ausser Acht blieb, verspüre ich wiederum das intensive Bedürfnis, mich JESU Wort und Lehre hinzuwenden.

Die dreimaligen Worte JESU an Petrus: "Liebst du mich?" und "Dann weide meine Lämmer!" beschäftigen mich.

Wen mag wohl JESUS unter den "Lämmern" verstehen? Was ist das für eine Menschengruppe? Die Gläubigen, die selber wenig ins Verständnis Seiner Lehre eingedrungen sind? Oder einfach die Arglosen und Sanftmütigen "Mitläufer", die sich wenig für den Sinn des Lebens interessieren? Wen könnte JESUS da wohl ganz konkret meinen?

Und was verstehen andere, interessierte Leser unter dem Verb "weiden"? Was möchte Jesus wohl mit diesem Auftrag an Petrus "Weide Meine Lämmer!" ganz konkret von ihm? Bezeichnet JESUS damit allenfalls die Art und Weise des Umgangs mit einer bestimmten Gruppe von Menschen? Warum sagt Er nicht einfach: Führe sie zu mir! ? oder: Verkündige ihnen das Evangelium! oder Lehre sie in Meinem Namen! ?

Ich freue mich darüber und danke herzlich, wenn andere mir ein wenig Einblick gewähren in ihr Verständnis bezogen auf diesen Auferstehungstext aus dem Johannesevangelium, Kap 21.

Übrigens macht es grosse Freude, die Bereitschaft zur Offenheit, den guten Willen und das gegenseitige Wohlwollen in den Forumsbeiträgen der letzten Tage zu spüren. So gefällt mir Gemeinschaft! Möge JESUS uns alle segnen und Seinen Geist unter uns lebendig spielen lassen, damit wir miteinander IHM entgegenwachsen im Teilen und Mahl halten Seines Brotes.

Danke allen Beteiligten für diese erspriessliche und erbauliche Erfahrung! Und einen freudvollen und friedvollen Ausklang dieses Tages wünscht
Frieda


Friede
von ein noch Schwacher  So, 8. Mai 2011 um 11:27 MESZ
Liebe Freunde,

um zu verstehen, was ein Hirte zu tun hat, muss man verstehen, wie man zum Hirten wird und erst wenn man die "Vorstufen" richtig bewältigt hat, kann einem Jesus zum Hirten befähigen, so er das vorgesehen hat.

Es gibt in den äußerlichen Kirchen und anderen Glaubensgemeinschaften kaum wirkliche Hirten (Priester, Pfarrer, etc.) in diesem Sinne, weil ja zuerst für den heilige Geist in sich Platz gemacht werden muss, um diesen zu empfangen und man sonst nicht wie ein wahrer Hirte wirken kann, sondern viel Schaden anrichtet.

Wichtig ist in diesem Sinne Joh. ab 20.19-22 nach der Auferstehung, hier zeigen die Entsprechungen sehr gut, was passierte: Die Jünger waren in der Liebe gesammelt, die Türen waren verschlossen, d.h. keine Ablenkung wurde ins Herz gelassen, da trat Jesus mitten ins Herzen ein und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch!

Dieser wahre Friede ist gleichzeitig die Voraussetzung. Er zeigte sodann, dass er ein barmherziger Gott ist und nochmals auf den Frieden bezogen wurde ihnen klar, dass sie mit diesem Gefühl, das sie nun hatten, folgen sollen, was da ist der heilige Geist in ihnen.

Ob damals Jesus auch äußerlich erschien oder nicht, weil er noch nicht aufgefahren war, ist für uns nicht wichtig, jetzt heißt jedenfalls Jesus sehen, geistig sehen, das heißt durch Barmherzigkeit im Herzen fühlen. Dies ist die Botschaft für UNS, jeden von uns.

Es gilt, das äußerliche Denken vollkommen abzulegen und merken, dass die Entsprechungen eigentlich in die andere Richtung bewirkt werden, wir aber von der falschen Seite, weil wir anfangs im Falschen sind, vom Äußerlichen zum Wahren zurückverfolgen können.

Der Himmel ist IN uns, so wir sein REICH in uns zulassen, in dem Er der einzige Gott ist und wir nichts eigenwillig machen wollen, sondern immer auf die Barmherzigkeit hören. Jedes äußerliche Denken muss abgelegt werden, bei allem, was man tut. Sonst kann man nicht erfühlen, was wahrheitsgemäß notwendig ist. Man darf nicht mehr darauf reinfallen, auch wenn man es sich jahrelang falsch angewöhnt hat. Das braucht Übung. Jesus kommt als Geist wieder, als Vater, der die Barmherzigkeit ist und das ist ein Gefühl und nur in jenen, die sich selbst um Barmherzigkeit in sich bemühen.

Der Friede hat viel damit zu tun, deshalb heißt es auch Friedensreich.

Liebe Frieda, die da diesen schönen Namen schon hat, du bemühst dich auch sehr um den Frieden, wichtig wird sein, dass du ihn NOCH besser verstehst, denn erst dann kannst du ihn voll in dir erzeugen. Das gilt für uns alle. Deswegen würde ich vorschlagen, über diesen Punkt, der entscheidend ist, ob wir es zum Gotteskind schaffen, hier einander zu helfen. Mir ist vieles diesbezüglich gegeben worden, doch es ist nicht so gut, wenn ich alles sofort aufs Tablett werfe, sondern es macht Freude, selbst Aha-Momente zu haben und Jesus dafür preisen zu können!

Und so klar ist, wie der Friede wirklich aussieht, ist wichtig, dass man sich darin übt.


Re: Weide Meine Lämmer?
von Frieda E-Mail Beitrag bearbeiten  Di, 10. Mai 2011 um 14:44 MESZ
(Zuletzt bearbeitet am Dienstag, 10. Mai 2011 um 17:16 MESZ)
Bruder in Jesus Christus

Deine Empfehlung beherzigend, will ich mich üben im Frieden zu bleiben, während ich in freundlicher Weise vorbringe, woran ich mich stosse in deinem Beitrag, wohl vertrauend darauf, dass auch du bemüht bleibst im Frieden anzuhören und abzuwägen, ob und inwiefern berechtigt ist, was ich zu beanstanden habe.

Du hast mir erläutert, wonach ich nicht fragte.
Ich habe gefunden, was ich nicht suchte.

Ich habe doch nach der Bedeutung der Lämmer gefragt. Und du erklärst mir den Hirten?
Zitat aus deinem Beitrag: "um zu verstehen, was ein Hirte zu tun hat, muss man verstehen, wie man zum Hirten wird und erst wenn man die "Vorstufen" richtig bewältigt hat, kann einem Jesus zum Hirten befähigen, so er das vorgesehen hat.

Es gibt in den äußerlichen Kirchen und anderen Glaubensgemeinschaften kaum wirkliche Hirten (Priester, Pfarrer, etc.) in diesem Sinne, weil ja zuerst für den heilige Geist in sich Platz gemacht werden muss, um diesen zu empfangen und man sonst nicht wie ein wahrer Hirte wirken kann, sondern viel Schaden anrichtet." Ende Zitat

Frage: Wie kommt es, dass Menschen so sehr aneinander vorbeireden (oder -schreiben)?
Aus folgenden Überlegungen frage ich nicht so sehr nach DEM Hirten, sondern nach dem Wesen / Charakter der Lämmer:
Es heisst doch: "Es wird geben EIN Hirte und eine Herde" (aus Vielen). Der Hirte (JESUS) ist längst bereit. ER erfüllt Seine Rolle von Ewigkeit in aller Vollkommenheit. Sein Ziel ist, die Vielen als friedliche Gemeinschaft unter Seine Hut zu nehmen. Aber die Vielen wollen keine Herde sein! Woran könnte es liegen? Viele Hirten verwirren (vielleicht) die Schafe! Auch fällt mir auf: Nirgendwo spricht JESUS von "Meinen Hirten" (oder Seinen Hirten), denn nur EINER ist DER HIRTE. Aber Jesus spricht von "Meinen Lämmern" und auch von "Meinen Schafen". Wer also zu den Lämmern (oder zu den Schafen) zählt, der zählt schon zu den SEINEN.

Es gab eine Zeit, da wollte der geschaffene Geist nicht Geschöpf sein, sondern Gott sein an dessen Stelle, und diese Anmassung gereichte ihm zum Fall. Es gab eine Zeit, da wollte der Mensch sein wie Gott und erkennen Gut und Böse; diese Anmassung wurde für den Menschen zum Stolperstein, und er fiel wieder. Es gab eine Zeit, da beugte Sich Gott hernieder und wollte den Menschen ein Vater sein. Und als ER die vielen Menschen sah, fand ER sie müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben (Matth. 9,36). Denn "wir hatten uns alle verirrt wie Schafe" (aus Jesaja: Das vierte Lied vom Gottesknecht, 53,6). Und weil die Menschen nicht verstanden und nicht erkannten den lieben Vater, da wollte ER den Schafen ein Hirte sein und sie hüten und führen an frische Quellen und auf grünende Auen. Da wollten wir wiederum nicht Herde sein unter IHM, sondern selber Hirte(n) sein an Seiner Statt.

Da zog ER Sich zurück. "Darum wurde das Volk weggetrieben wie Schafe und geriet ins Elend; denn es hatte keinen Hirten. Gegen die Hirten ist Mein Zorn entbrannt, die Leithammel ziehe Ich zur Rechenschaft." (nach Sacharja 10,2 + 3)

Und noch immer streben wir danach Hirte(n) zu sein? Dabei nannte Jesus niemals auch nur einen unter den Menschen "Seinen" Hirten, die Schafe und Lämmer aber nennt ER schon lange "MEIN". Die aber in Seiner Abwesenheit die Menschen leiten und lehren (wollen), nennt ER Knechte und Diener, und erinnert sie daran, dass der Knecht und der Diener in der Pflicht (s)eines Herrn steht; dass die Kinder aber frei sind. Und die Kinder setzt ER Seinen Nachfolgern zum Vorbild, indem ER spricht: "Amen, das sage Ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen." (Lukas 18,17)

Die Lämmer und Kinder, beide wohl mit wenig "Verstand" ausgestattet im Sinne der Erwachsenen und Schriftkundigen; die einen sind uns Vorbild, die anderen nennt JESUS schon "MEIN"!

Darum, viel wissender Bruder, habe ich mehr Interesse daran, das Wesen der Lämmer zu verstehen. Vielleicht sollten wir aber zuerst nach dem Wesen der Kinder fragen, da sie uns näher stehen.
Bist du bereit, mit mir danach zu suchen?
Herzlichst
Frieda



Re: Weide Meine Lämmer?
von ein noch Schwacher  Di, 10. Mai 2011 um 18:22 MESZ
Liebe Frieda!

Ja, es gibt eigentlich nur einen Hirten. Und doch sagt er zu Petrus, dass er seine Schafe weiden soll. Wer weidet die Schafe? Ein Hirte! Weil ja der eigentliche Hirte durch Petrus wirkt und somit auch Petrus als Hirte wirkt. Im Verhältnis zu Jesus ist er ein Schaf.

Und nun zum Schaf. Ein Schaf ist sanft, friedlich und gibt gute Produkte. Es gibt auch jene Widder, die mit den Hörnern stoßen und sich im Gebüsch verfangen. Jedes Tier hat doppelte Bedeutung, die positive und die negative.

Doch ich meine die friedliche und folgsame Eigenschaft des Schafes. Wenn der gute Hirte ruft, hört es ihn und kommt gelaufen. Deshalb ist es es wichtig ist, den Frieden besser zu verstehen.

Wusstest du, dass Schafe keinen Krebs bekommen?
Und dass sie sich von Wölfen nicht davonlaufen, sondern in der Herde bleiben und sich sogar umbringen lassen? (falls der Hirte nicht da ist...)


Re: Weide Meine Lämmer?
von Frieda E-Mail Beitrag bearbeiten  Mi, 11. Mai 2011 um 8:08 MESZ
(Zuletzt bearbeitet am Mittwoch, 11. Mai 2011 um 9:18 MESZ)
Bruder in Jesus Christus
Ich habe gekostet, was du mir gereicht hast zur Labung, und deine Stärkung hat Herz und Sinne angeregt. Danke für deinen Beitrag. Allerdings verstehe ich weniger denn je den Sinn und die Logik in dem Auftrage JESU an Petrus, denn es zeigen sich beim genauen Hineinhören in deine (und Seine) Worte Widersprüche, und daraus ergeben sich neue Fragen.

Was meint JESUS mit "weiden"? Eines ist gewiss. Ein Lamm oder ein Schaf ist nicht sonderlich fähig, Bildung anzunehmen. Es gibt wohl kaum irgend ein Tier, das sich weniger eignet zur Dressur oder zu irgend einer vernünftigen Erziehung, als wie da ist das Lamm oder das Schaf. Die Böcke aber sind für eine Erziehung oder Bildung einer Vernunft aufgrund ihres Eigenwillens schon gleich am allerwenigsten geeignet.
Die Schafe haben immerhin noch eine Art Mutterliebe zu den Lämmern und sind von daher zu einer gewissen Bildung fähig, was allerhöchstens das Erkennen von Gefahren betrifft. Die Böcke aber taugen wohl nur für die Brunft und verheddern - wie du es gesagt hast - sich mit ihrem Eigenwillen (oder den Hörnern) im Gestrüpp, was einem Lämmchen oder Schafe - da hornlos - wohl kaum je zustossen dürfte. Einzig der Leithammel - aber einen solchen gibt es ja nur EINEN unter den Vielen, denn es heisst: Einen Hirten und EINE Herde) - hat die Aufgabe, der Herde voranzugehen - immer schön dem Hirten nach.
"Weide Meine Lämmer" und "Weide meine Schafe", spricht JESUS zu Petrus. Nicht etwa, 'leite die Böcke, oder lerne die Lämmer'! Gerade weil die Lämmer und Schafe (und am allermeisten wohl die Böcke) einer Verstandesbildung und Erziehung nicht fähig sind, darum brauchen sie beständig und für bleibend einen Hirten, der sie weidet, das heisst: sie an Plätze und Stellen führt, wo sie ungefährdet weiden können, und so stillen können ihre Bedürfnisse nach der Art und dem Masse ihres Hungers. Aber dass da ein vernünftiger Hirte seinen Lämmern und Schafen Weisheit predigen würde, das ist doch ein barster Unsinn, weil die Schafe nichts davon verstehen können. Sie erkennen wohl den Klang des Hirten, und werden zutraulich, aber von einem Verstehen im eigentlichen Sinne kann keine Rede sein. Abgesehen von der verstandes- und vernunfmässigen Unfähigkeit der Schafe und Lämmer wäre auch die gute Absicht eines Hirten eine fruchtlose Arbeit, den Schafen und Lämmern von den Gefahren des Wolfes zu predigen, denn die sanftmütigen Tiere begreifen in ihrer arglosen Unschuld schwerlich, was eine Gefahr ist, denn von ihrem Wesen her ist ihnen dieser Begriff fremd. Sie werden wohl nur aus Schaden etwas klug.

Seltsam finde ich nach diesen Überlegungen, dass JESUS nicht etwa bei der Aussendung der 12 oder der 72 Jünger sprach: Ich sende euch als Hirten! Nein, - JESUS sprach: "Sehet! Ich sende euch als Schafe unter die reissenden Wölfe; deshalb seid allenthalben klug wie die Schlangen, aber dabei ohne Falsch wie die Tauben, die ein Bild der Sanftmut sind!" (GEJ 1, Kap. 136,5 / Matth. 10,16, bei der Aussendung der 12, die berufen waren auszusäen). "Geht! Ich sende euch als Lämmer unter die Wölfe, die ihr aber nicht zu fürchten nötig habt; denn Meine Kraft wird euch Mut geben wider sie." (GEJ 7, Kap. 166,8 / Lukas 10,3, bei der Aussendung der 72, die berufen waren, einzuernten). Ich stelle fest: JESUS sandte Seine Jünger nicht als Hirten unter die Schafe, sondern als Schafe und Lämmer unter die Wölfe! Und wenn man dies recht erwägt, dann drängt sich der Gedanke auf: Die Schafe und Lämmer sind zum Lehren ebensowenig tauglich wie zur Belehrung! Und doch sind die Jünger JESU als Schafe und Lämmer, und nicht etwa als Hirten oder Jäger (nach den Wölfen) ausgesandt!!! Und beim späteren Auftrag nach der Auferstehung JESU lautet der Auftrag an eben ein solches Schaf, als welches Petrus früher schon ausgesandt war, die Lämmer und Schafe JESU zu weiden! Welches Verhalten des Menschen ist da gemeint, das einem Schafe oder Lamme entspricht, und was erhofft Sich JESUS von Petrus?
Das muss doch einem jeden ins Auge fallen, dass weder die Schafe noch die Lämmer geschickt sein können zum Predigen oder Lehren. Und selbst wenn sie die Begabung hätten: Wer würde einem Schafe oder Lämmlein zuhören und seine Belehrungen ernst nehmen, da die meisten unter uns ja nicht einmal unsere eigenen Kinder zur persönlichen Belehrung heranziehen würden, die doch immerhin mit einem Verstand ausgestattet sind, und die JESUS uns ja höchstpersönlich zum Vorbild gestellt hat?
Also, meiner Überlegungen letzter Schluss: JESUS kann mit dem Weiden der Lämmer unmöglich in erster Linie das Predigen und Verbreiten von Weisheiten im Sinne gehabt haben. Aber es könnte ja sein, dass die Schafe und Lämmer, die unter die Wölfe ausgesandt sind, unter den reissenden Tieren seinesgleichen fänden, doch wie fruchtbringend sollten auch die wenig vernunftbegabten Schäfchen einander Weisheit predigen? Oder meinte JESUS wohl, dass das Wesen der reissenden Tiere mit der rechten Geduld und mit dem Vorbild der sanften Lämmer mit der Zeit selber gesänftet würden? Umsomehr, wenn die Lämmer von JESUS aus mit Seinem Schutze und darum auch mit dem nötigen Mute ausgestattet würden, mit den Wölfen direkten Umgang zu pflegen? Dass aber da die Lämmer etwa den Wölfen zuerst und vor allem Weisheit predigen sollten, das wiederum wird wohl nicht "das Futter" sein, worauf die Wölfe stehen, denn sie halten sich gewiss für weitaus überlegen in allen Dingen, zumindest jene, die von der Schlauheit getrieben sich im Schafspelze unter die Herde mischten.

Darum frage ich erneut: Was meinte wohl JESUS mit dem dreimaligen Auftrag an Petrus, Seine Lämmer und Schafe zu weiden? Und wenn diese Sanftmütigen und nicht anfälligen für Krebs (die geistig Gesunden) bereits die Seinen sind (unter der Obhut und Leitung des Hirten JESU stehen), warum sollten sie dann von ihren Herdenmitgliedern noch Weisheit gelehrt bekommen? Das leuchtet mir nicht ein!

Ich bin übrigens nicht damit einverstanden, dass die Schafe vor den Wölfen nicht davonlaufen, denn JESUS sagte ganz deutlich: "...Kommt der Wolf als Wolf zu den Schafen, so fliehen diese nach allen Richtungen und verwirren den Todbringer, dass er stehenbleibt und nachsinnt, welchem Schafe er nachstellen soll, und am Ende ohne Beute abziehen muss; kommt er aber im Schafspelze, da fliehen die Schafe nicht, sondern haben noch obendrauf eine Freude an dem neuen, zu ihnen gekommenen Schafe, das ein Wolf ist, der die ganze Herde zerreisst, ohne dass auch nur ein Schaf vor ihm flieht." (GEJ 1, Kap. 167,14).

Und weiter zu deiner Frage: "Wusstest du, dass Schafe keinen Krebs bekommen?" steigt folgendes in mir auf:
Wenn Schafe keinen Krebs bekommen, dann sind sie ja - wohl aufgrund ihres sanften und genügsamen Wesens - (auch im Geiste) wohl schon lange in der rechten Lebensordnung. Und wer doch in der rechten Lebensordnung sich befindet, der steht ja schon unter der Obhut und Leitung des wahren und einzigen Hirten. Wozu dann unsere Belehrungen an ein Wesen, das ohnedies "gesund" ist, und sollte es dennoch ausser dem Krebs von einer anderen Krankheit befallen werden, so wird das Lamm oder Schaf - wie ich zuvor deutlich erörtert habe - auf keinen Fall einer weisen Belehrung im Sinne einer Predigt oder Ähnlichem folgen können, da ihm schlicht der Verstand fehlt.

Lieber Bruder / liebe Geschwister, kann mir da jemand aus dem Gestrüpp helfen, da ich mich sichtlich mit meinen Hörnern darinnen verheddert habe? Wie habe ich (geistig gesehen) denn "einen Bock geschossen", oder bin ich gar selber zu einem Bock (oder Leithammel?) geworden?
Danke für eure Hilfe!
Einen gesegneten Tag in der Obhut unseres Hirten JESUS Christus wünscht euch
Frieda




Re: Weide Meine Lämmer?
von Frieda Beitrag bearbeiten  Mi, 8. Feb 2012 um 9:39 MEZ
Eine Frage, die mich heute wiederum einholt.
Was bedeutet es, wenn JESUS nach der Auferstehung zu Petrus sagt: "Wenn du mich liebst, dann weide meine Lämmer und Schafe!"

Was ist dabei konkret die Aufgabe des Petrus?
a) einerseits gegenüber den Lämmern und Schafen
b) anderseits gegenüber JESUS
Wer sind die Lämmer?
Wer sind die Schafe?
Was bedeutet der Begriff weiden?

Also, nicht ein neues Thema, sondern ein uraltes!
Nachdenkliche Grüsse
Frieda


Re: Weide Meine Lämmer?
von Josef E-Mail Beitrag bearbeiten  Mi, 8. Feb 2012 um 11:36 MEZ



Von Frieda:

Lieber Bruder / liebe Geschwister, kann mir da jemand aus dem Gestrüpp helfen, da ich mich sichtlich mit meinen Hörnern darinnen verheddert habe? Wie habe ich (geistig gesehen) denn "einen Bock geschossen", oder bin ich gar selber zu einem Bock (oder Leithammel?) geworden?

Liebe Frieda,

aus dem „Gestrüpp“ kann ich Dir nicht helfen, die Kraft und der Befreiende Weg ist in Dir.

Den folgenden Vers ohne Liebe und nicht aus dem Herzen gelesen,
könnte von Dir so empfunden werden, als wolle ich Dir Sagen dass
Du dich aus deiner Bosheit bekehren sollest.

Aus der Liebe und dem Herzen heraus gelesen sagt er dass Du neben dem erweckten Knecht Jesu eine aus Gott heraus erweckte Magd bist.

Apostelgeschichte 3, 11-15, 17-20, 26
26 Für euch zuerst hat Gott seinen Knecht Jesus erweckt und hat ihn zu euch gesandt, euch zu segnen, dass ein jeder sich bekehre von seiner Bosheit.

Der momentane stand Punkt ist das Gefäß wie eine Mitteilung, eine Botschaft bei uns ankommt und wie wir sie aufnehmen.

Beim überdenken was so alles von einem Bruder geschrieben und gewünscht wird,
fällt mir der „Sündenbock“ ein.
Vielleicht bin ich der Sündenbock, was ich tragen darf und kann, dies trage ich in Liebe.
Wird mir zu viel aufgeladen, >kippt die Last und der Auflader kann darunter begraben werden.

Liebe Grüße

Josef

Num Nachlesen:
3.Mose 16
DAS JÄHRLICHE HAUPTFEST UND DIE HAUPTREGEL FÜR DAS OPFER (Kapitel 16–17)
Bestimmungen für den Versöhnungstag
161Nachdem die beiden Söhne Aarons gestorben waren, weil sie sich dem HERRN auf eigenmächtige Weise genähert hatten, sagte der HERR zu Mose:
»Sag deinem Bruder Aaron, dass er nur zu bestimmten Zeiten durch den Vorhang in das innerste Heiligtum, das Allerheiligste*, geht. Sonst muss er sterben. Denn dort zeige ich mich in einer Wolke über der goldenen Deckplatte, die auf der Bundeslade* liegt.

3Er darf auf keinen Fall hineingehen, bevor er einen Stier als Sühneopfer* und einen Schafbock als Brandopfer* dargebracht hat.
4Zuerst soll er sich waschen und besondere Kleider anziehen: ein Priesterhemd und Kniehosen, Turban und Gürtel, alles aus einfachem Leinen.
5Dann lässt er sich von der Gemeinde Israel zwei Ziegenböcke als Sühneopfer und einen Schafbock als Brandopfer geben.
6Er selbst hält als Sühneopfer für die eigene Schuld und die Schuld seiner Familie den Stier bereit.
7Die beiden Böcke bringt er zu mir an den Eingang des Heiligen Zeltes*.
8Das Los soll entscheiden, welcher Bock mir und welcher Asasel* gehört.
9Der Bock, den das Los für mich bestimmt, wird mir von Aaron als Opfer für die Schuld des Volkes dargebracht;
10der andere soll lebend vor mich gestellt und mit der Schuld des Volkes beladen zu Asasel in die Wüste getrieben werden.
11Zuvor aber muss Aaron den Stier opfern, damit seine Schuld und die seiner Familie weggeschafft wird. Nachdem er das Tier geschlachtet hat,
12nimmt er eine Pfanne voll glühender Kohlen vom Altar* vor dem Heiligen Zelt und dazu zwei Hand voll zerstoßenen Weihrauch und geht damit durch den Vorhang in das Allerheiligste.
13Dort streut er den Weihrauch über die Glut, damit der aufsteigende Rauch die Deckplatte über der Lade mit dem Bundesgesetz* verhüllt und er nicht sterben muss.
14Dann holt er etwas von dem Blut des geschlachteten Stieres und sprengt es mit dem Finger einmal gegen die Vorderseite der Deckplatte und siebenmal vor ihr auf die Erde.
15Darauf schlachtet er den Ziegenbock, der als Sühneopfer für die Schuld des Volkes bestimmt ist, bringt sein Blut hinter den Vorhang und sprengt davon auf die Deckplatte der Lade und vor ihr auf die Erde, genau wie er es mit dem Blut des Stieres gemacht hat.
16Auf diese Weise reinigt er das Allerheiligste, das durch die Sünden der Israeliten befleckt worden ist, und anschließend reinigt er das ganze Heilige Zelt, das mitten im Lager der Israeliten steht und durch ihre Verfehlungen unrein* wird.
17Niemand darf im Heiligen Zelt anwesend sein, während Aaron in das Allerheiligste geht und für sich, seine Familie und ganz Israel diese Sühnehandlung vollzieht.
18Anschließend geht Aaron zum Altar, der vor dem Heiligen Zelt steht, und reinigt auch ihn. Er bestreicht die Hörner* des Altars mit dem Blut der beiden Opfertiere
19und sprengt mit dem Finger siebenmal Blut an den Altar. Auf diese Weise reinigt er ihn von der Befleckung durch die Sünden des Volkes.«
Der Sündenbock
20»Wenn Aaron das Allerheiligste, das Zelt und den Altar gereinigt hat, bringt er den zweiten Ziegenbock herbei.
21Er legt seine beiden Hände auf den Kopf des Bockes und spricht über ihm alle Verfehlungen aus, durch die sich die Leute von Israel schuldig gemacht haben. So legt er alle Sünden des Volkes dem Bock auf den Kopf und lässt dann das Tier durch einen dazu bestellten Mann in die Wüste jagen.
22Der Bock trägt alle diese Sünden weg und bringt sie in eine unbewohnte Gegend.
23Dann geht Aaron in das Heilige Zelt* und legt die leinenen Kleider ab, die er für diese Sühnehandlung angezogen hat. Sie werden im Zelt aufbewahrt.
24Er wäscht sich im Bereich des Heiligtums, legt seine Priesterkleider an und bringt für sich und für das Volk die beiden Schafböcke als Brandopfer* dar. Auch damit schafft er Sühne für sich selbst und für das Volk.
25Die Fettstücke der Sühneopfer verbrennt er ebenfalls auf dem Altar.
26Der Mann, der den Bock zu Asasel* in die Wüste gejagt hat, muss seine Kleider und sich selbst mit Wasser abspülen, bevor er ins Lager zurückkehrt.
27Die Reste des Stieres und des anderen Ziegenbocks, mit deren Blut das Heiligtum gereinigt worden ist, bringt man vor das Lager hinaus und verbrennt dort alles, Fell, Fleisch und Eingeweide.
28Der Mann, der es verbrennt, darf ebenfalls erst ins Lager zurückkehren, wenn er sich und seine Kleider mit Wasser abgespült hat.«
Weitere Vorschriften für den Versöhnungstag
29»Am 10. Tag des 7. Monats sollt ihr diesen Feiertag begehen. Die Bestimmungen dafür gelten für alle Zukunft. Ihr müsst euch Bußübungen* auferlegen und dürft an diesem Tag keine Arbeit verrichten. Das gilt auch für die Fremden*, die bei euch leben.
30An diesem Tag wird für eure Sünden Sühne* geleistet und eure Unreinheit wird von euch genommen; ihr werdet wieder rein* vor dem HERRN.
31Darum ist dieser Tag für euch ein strenger Ruhetag, an dem ihr euch Bußübungen auferlegt. Diese Anordnung gilt für alle Zukunft.
32Der Priester, der als Nachfolger Aarons gesalbt* und in dessen Priesteramt eingesetzt wird, hat die vorgeschriebenen Handlungen zu vollziehen. In den leinenen Kleidern, die eigens dafür bestimmt sind,
33soll er das Allerheiligste*, das ganze Heilige Zelt* und den Altar* von aller Befleckung reinigen und die übrigen Priester und das ganze Volk von ihrer Schuld befreien.
34Einmal im Jahr müssen auf diese Weise alle Verfehlungen der Leute von Israel gesühnt werden. So sollt ihr es halten für alle Zukunft.«
Aaron führte alles so aus, wie der HERR es Mose befohlen hatte.

Dazu passend:

Johannes 11, 47-53
Der Entschluss zur Tötung Jesu

Und:
Apostelgeschichte 3, 11-15, 17-20, 26