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Das GEJ Band I Kap.10
von Petra  Di, 22. Feb 2011 um 11:44 MEZ
Nach langer Pause will ich mich wieder zum GEJ zurückmelden.
Ich habe in den letzten beiden Monaten dieses Kapitel immer mal wieder gelesen und kann sagen, es hat mich durch diese tubulente Zeit begleitet. Dieses Kapitel ist so inhaltsreich, dass es mir schwer fällt, herauszufinden, was ich hier schreiben könnte.
Ich beginne einfach damit, was mir am Meisten auffiel. Zu Beginn des Kapitels weist JESUS daraufhin, dass Maria zwar wußte, dass die Zeit des Messias begonnen hatte, sie aber nicht wusste, worin SEIN Wirken bestehen würde. Diese Annahme von Maria, dass JESUS "Im Natürlichen" die Unterdrückung der Römer beenden und vom Thron Davids in Jerusalem aus, die Völker der Erde beherrschen werde, färbte auf alle Verwndten, Bekannten und im Besonderen auch auf seine Jünger ab. Die 4 Jünger hatte sich IHM also angeschlossen, um mit IHM "Im Natürlichen" zu herrschen. Für mich ist es schon erstaunlich, dass nicht einmal die Mutter SEINES Leibes erkennen konnte, dass JESUS nicht gekommen war, um als Messias "Im Natürlichen" zu herrschen. Obwohl er in seiner Kindheit oft von seiner wahren Berufung gesprochen hatte, konnte IHN keiner in seiner unmittelbaren Umgebung wirklich erkennen. Alle waren mit Blindheit geschlagen und so kam es, dass sich IHM die 4 Jünger eigentlich aus einer "falschen" Motivation heraus angeschlossen hatten. Sie wollten vor allem "Im Natürlichen" herrschen. Doch auch wenn dies ihre erste Motivation gewesen ist, so schaute JESUS doch in ihre Herzen. Gut zu erkennen ist dies bei Petrus, der als späterer Gast zur Hochzeit erscheint. JESUS heißt ihn willkommen, als Einen, der da kommt in dem Namen des HERRN, als den sich Petrus ja auch im weiteren Verlauf der biblischen Geschichte erweist. Wie wir Leser der Bibel wissen, ging Petrus durch eine mitunter sehr schmerzliche Schule seines Herzens ... bis er im Geist gelebt und geherrscht hat.
An dieser Stelle werden mir jetzt beim Schreiben, die Parallelen zu meinem eigenen Leben bewusst. Auch bei mir war es ein oft schmerzlicher Weg, bis ich wahrhaft begann, im Geist zu leben.
Ich durfte in meinem eigenen Leben erleben was es bedeutet:
"Die drei Stadien aber sind: zuerst die Bezähmung des Fleisches, dann die Reinigung der Seele durch den lebendigen Glauben, der sich natürlich durch die Werke der Liebe als lebendig erweisen muß, ansonst er tot ist, und endlich die Erweckung des Geistes aus dem Grabe des Gerichtes, wozu in der Erweckung des Lazarus sicher das vollsinnigst entsprechende Bild gegeben ist. ..."(Vers 17 GEJ Kap.I)

Es würde viel Zeit und Papier brauchen, um diese drei Stadien in meinem Leben zu beschreiben. JESUS hat in in mir vollbracht, was mir aus meiner Kraft nie möglich gewesen wäre. ER verändert mich fortwährend zu IHM hin. Und komme ich auf meinem Weg ins Straucheln, was ja natürlich ist, so fängt ER mich auf, hält mich fest und führt mich SEINEN Weg ins LEBEN!

So viel für heute!
Ich hoffe von Euch zu hören und grüße Euch herzlich

Eure Petra!



Re: Das GEJ Band I Kap.10
von Frieda E-Mail Beitrag bearbeiten  Fr, 18. Mär 2011 um 10:09 MEZ
(Zuletzt bearbeitet am Freitag, 18. März 2011 um 10:53 MEZ)
Dies Kapitel lässt aufhorchen, denn JESUS belehrt darin den Leser, wie die Schriften zu "nehmen" sind. Über die vordergründigen, bloss historischen Einzelheiten hinaus sind ein geistiger und gar prophetischer Sinn darinnen enthalten. Ausserdem habe alles geschilderte Geschehen eine allgemeine Aussagekraft. Und Er verheisst, dass Er in den folgenden Kapiteln aufzeigen werde, wie die Einzelteile in der Entsprechung aufgeschlüsselt werden können.

Da ich länger schon in diesen Schriften lese, fällt mir etwas besonders hoffnungsfroh ins Auge, nämlich Abschnitt 3 und 4. Wenn ich die prophetische Dimension auf die heutige Zeit ausdehne und an die Entsprechungslehre anlehne, indem ich den Wein als den "Geist der Liebe und des Lebens" aufschlüssle, die Maria als die Demut des Herzens und die damalige Tradition mit der heute herrschenden Sitte und Ordnung unter den Gläubigen ersetze, dann ergibt sich folgendes Bild:

Die Demut des Herzens hat schon seit einiger Zeit bemerkt, dass der Weinvorrat unter den Menschen (der Geist der Liebe und des Lebens) aufgezehrt ist, und also auch weiss sie, dass neuankommende Gäste nach ordentlicher Sitte (also: nach der Ordnung Gottes) nicht mehr werde bewillkommnen können auf der Erde; deshalb sagt sie (die Demut des Herzens) zu JESUS: Uns gebricht es am Geiste! Du aber könntest uns helfen!
Worauf JESUS eine doppelsinnige Antwort gibt vor allen Geladenen (Gläubigen), nämlich: Meine Zeit ist noch nicht gekommen nach eurer herrschenden Sitte und Ordnung (oder: ihr seid nicht reif, nach der heute herrschenden Sitte und Ordnung der Gläubigen). Doch obwohl JESUS Sich nicht geneigt zeigt, Sich dem Wunsche der Maria zu beugen, hält sie (die Demut des Herzens) an ihrem Wunsche fest, denn sie weiss, dass JESUS der Demut nie eine Bitte unerfüllt gelassen hat.
Und JESUS tut, wie sie gehofft und geglaubt hat, obwohl nach der äusseren Ordnung Seine Zeit eigentlich noch gar nicht gekommen ist, und ringsum nicht einer eine wirkliche Ahnung von Seinem eigentlichen Wesen und Seinen Zielen hat.

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Liebe Petra
Ich freue mich riesig, dass du dich hier zu Wort gemeldet hast. Ich bemerkte es schon lange, wollte aber anderen die Gelegenheit geben, Sich dir anzuschliessen. Es hätte mich gefreut.

Nun aber scheint mir, dass wir so oder so (vorerst) alleine Austauschende bleiben. Vielleicht möchtest du mit der Zeit von deiner Absicht zurücktreten. Wisse, dass du von mir aus ganz frei bist und dich nicht etwa an irgend ein mir gegebenes Versprechen gebunden fühlen musst. Ich entbinde dich daraus und lasse dich frei. Solange du weiter im GEJ lesen möchtest und mit mir und den Lesern im Hintergrunde teilest, was dein Herz bewegt, werde ich freudig mitgehen. Wenn du im Stillen JESU Wort aufnehmen und behalten möchtest, so ist es mir auch recht.

Einen Hinweis noch: Der später nachgekommene Jünger war nicht Petrus, sondern Thomas, "voller Skrupel und Zweifel", von dem aber JESUS sagte, es sei gut, dass dieser mit den Erstlingen Seiner Jünger dazugehöre, "denn wo es einen Kephas (Petrus, Fels) gibt, da muss es auch einen Thomas geben." Und diesen Jünger, nämlich Thomas, kam im Namen JESU zur Gesellschaft, und über ihn sprach JESUS die Worte, er solle zur (geistigen) Hochzeit geladen sein.

Und schliesslich noch eine gewagte Frage, die nicht dazu da ist, um sie mir zu beantworten, sondern um sie ganz in deinem stillen Herzenskämmerlein zu überdenken: Würdest du heute diesen Satz wiederum so schreiben (ich zitiere):
Ich durfte in meinem eigenen Leben erleben was es bedeutet:
"Die drei Stadien aber sind: zuerst die Bezähmung des Fleisches, dann die Reinigung der Seele durch den lebendigen Glauben, der sich natürlich durch die Werke der Liebe als lebendig erweisen muß, ansonst er tot ist, und endlich die Erweckung des Geistes aus dem Grabe des Gerichtes, wozu in der Erweckung des Lazarus sicher das vollsinnigst entsprechende Bild gegeben ist. ..."

Ich umarme dich ganz herzlich als meine liebe Schwester, die ihr Herz geöffnet hat und gemeinsam mit mir JESUS um Hilfe bittet für die notleidenen Menschen und ebenso um die Schlichtung unserer Sündenlast, die auf uns zurückzufallen droht infolge unseres Hochmutes. Danke für diese Gabe! Du bedeutest mir viel!

Herzlichst
Frieda