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Grosses Evangelium Johannes, Band I, Kap. 8
von Frieda E-Mail Beitrag bearbeiten  Mo, 20. Dez 2010 um 17:12 MEZ
Die Jünger, die Jesus zuerst folgen, werden aufgenommen wie sie sind. Jesus stellte keine Bedingungen. Das tut gut zu wissen! Ich darf Jesus folgen, selbst wenn ich IHN überhaupt nicht wirklich kenne, ja auch dann, wenn meine Nachfolge vorerst nur eine halbherzige ist. Denn von Seinen ersten beiden Nachfolgern steht geschrieben: "Einer aus den zweien ...will Mir um jeden Preis folgen; (Abschnitt 7) er hat nichts Wichtigeres zu tun als ... zu erzählen, dass er den verheissenen Messias gefunden habe mit noch einem Jünger, DESSEN ENTSCHLUSS KEIN SO FESTER WAR, Mir zu folgen." (Abschnitt 8).

Jesus nimmt mich also an, wie ich zu folgen fähig bin. Auch Simon, der Petrus, hatte eigentlich (noch) eine verkehrte Erwartung an den Messias und phantasierte über IHN seine eigenen Vorstellungen zusammen. Trotzdem hat Jesus ihn aufgenommen, ja, Er ging ihm gar entgegen, weil Petrus "vorzüglich im Herzen zu IHM kam", wie es geschrieben steht. Ich habe mich gefragt, was das denn konkret heisst: "vorzüglich im Herzen zu Jesus kommen"? Insbesondere, da ja Petrus zuallererst einmal tatsächlich leiblich "fürbass" die Nähe Jesu suchte. Ich bin zum Schluss gekommen, dass das Herz vor allem die Stätte der Empfindungen und Gefühle ist und gehe darum davon aus, dass der Mensch sich hingezogen fühlen muss zu Jesus, damit ER ihm entgegenkommen kann, ja, damit ER sozusagen den (unendlichen) Weg (zu Gott) abkürzen kann zu einem Weg, der dann zugleich das Ziel ist, weil der Mensch diesen (Erfahrungs-)Weg dann in der Gesellschaft Jesu behütet gehen kann, indem er sich führen und raten lässt.

Jesus gibt Simon den Namen Kephas oder "Fels im Glauben" an IHN. "denn Petrus gab hinfort keinem Zweifel über Mich in seinem Herzen mehr Raum, denn sein Herz war ihm der allein sichere und gültige Bürge." (Abschnitt 13) Der Zug des Herzens ist also der Pfeiler des Glaubens, so schliesse ich daraus. Wohin zieht mich mein Herz? Gerade jetzt in den Vorweihnachtstagen? Zieht es mich in die Stille, wo ich gerne Zwiesprache halte mit Jesus? Oder bin ich eingenommen von den weltlichen Weihnachtsvorbereitungen? Wo mein Herz ist, ist auch meine Liebe!

Jesus, mache mich ganz verliebt in Dich, damit ich bei allem Tun immer in Deiner unmittelbaren Nähe bleibe. Sprich Dich aus durch meine Gedanken, statte mein Wesen aus mit Demut, Sanftmut und Geduld, und fülle mein Herz mit Deiner Liebe. In der Neuen Bibel sagst Du, dass wir die wahre Liebe noch nicht kennen. DU BIST die wahre Liebe! Ich möchte DICH gerne kennenlernen, die Liebe die DU bist, in mir spüren und erfahren, so dass ich die Gewissheit habe, dass DU in mir für bleibend Wohnsitz nimmst. Statte mich so aus, dass DU gerne einziehest unter mein Dach und ich für immer mit DIR Gemeinschaft habe. Lass mich erfahren was es bedeutet, mit Dir Mahl zu halten, Du mit mir und ich mit Dir, wie es verheissen ist denen, die Dich lieben. Lass Weihnachten sein in allen Herzen der Menschen, indem Du kommst und erwachst im Bewusstsein der Menschen, indem Du erstehest aus der Krippe, die Dich bislang klein und dürftig hielt. DU sollst Raum einnehmen in unserem Leben, ja, DU sollst unser Mittelpunkt sein und der Inhalt und Sinn all unseres Tuns. Komm, Jesus, und sei mit uns!!!

Frieda